Startschwierigkeiten deluxe
Schwierigkeiten mit der PC-Version
Schon beim ersten Start schaltete der Bildschirm auf schwarz und signalisierte mir „Out of range“. Dies passiert zum Beispiel, wenn man eine Auflösung gewählt hat, die für den Monitor zu hoch ist - was bei mir aber nicht der Fall war. Verschiedene Lösungsansätze, beispielsweise das Umstellen in andere Auflösungen, halfen nicht. Durch Internetrecherche fand ich schließlich heraus, dass einige Spieler mein Problem teilten - die erste Schwierigkeit dieses Konsolenports: Hat man seinen Rechner über HDMI angeschlossen, wird man nicht nur mit einer 24-Hz-Beschränkung gegängelt, sondern auch mit dem oben genannten „Out of range“. Ändert man per Hand die Auflösung der Konfigurationsdatei, kann zumindest das Spiel gestartet werden. DVI-Nutzer beginnen ohne diesen Aufreger, aber nur wenn sie einen Monitor besitzen, der das 16:9-Format nutzt, erhalten sie den vollen Bildgenuss, während der Rest schwarze Balken links und rechts präsentiert bekommt. Und noch eine Schlamperei bei der Konvertierung: 60 Hz sind die Obergrenze bei Ghost Recon, egal ob Vsync ein- oder ausgeschaltet ist. Läuft das Spiel, darf man sich in den Optionen austoben. Zuerst ziehe ich die Regler für Schatten und Texturschärfe auf das Maximum und aktiviere DirectX 11 sowie Tesselation. Im Vorfeld hatte Ubisoft ja angekündigt, dass die PC-Version von Ghost Recon:Future Soldier richtig gut aussehen soll. Ich war gespannt....
Ernüchterung
Alles schöner unter Windows?
Das nächste Ärgernis zeigt sich schon beim Start der ersten Mission: Alle Aktionen werden mir erst einmal mit Joypad-Symbolen präsentiert. Dann der nächste Schreck: kein Mouselook. Das Keyboard reagiert zwar, und ich kann über die Maustasten schießen und zoomen, aber umschauen mit der Maus ist nicht möglich. Der Versuch, über Esc in ein Optionsmenü zu gelangen, scheitert. Die Macher haben dem Spieler keine Möglichkeit gegeben, Einstellungen während des Spiels zu verändern. Bitte was!? In unzähligen aktuellen Spielen ist es Standard, zumindest Tastenbelegung und Mausempfindlichkeit während des Spielverlaufs anzupassen. Warum zum Teufel hier nicht? Hierzu muss die Mission abgebrochen werden. Nirgendwo gibt es einen Hinweis zum Ab- und Zuschalten des Joypads, der Xbox 360 Controller wird nativ unterstützt. Hier hilft nur, das Gamepad komplett auszustecken. Die Maus ließ sich nun bewegen und anstatt der Xbox-360-Buttons sah ich die entsprechenden Maus- und Tastaturanweisungen.
Bei einem Shooter lege ich großen Wert auf genaues Zielen, glücklicherweise hat hier Ubisoft bei der Portierung gute Arbeit geleistet. Auch bei actionreicheren Sequenzen hat man das Geschehen mit dem Nager gut unter Kontrolle. Bei der grafischen Qualität gaben sich die Entwickler leider nur halb so viel Mühe. Zwar sehen sämtliche Spielfiguren mit aktiviertem DX11 sehr gut aus, dennoch können die Umgebungstexturen nicht mithalten und sehen verwaschen sowie eintönig aus. Die Ladezeiten zwischen den Missionen sind kurz gehalten und nur die mittelmäßigen grafischen Zwischensequenzen, die die Geschichte erzählen, wirken etwas altbacken. Außerdem hat man vergessen, die Dialoglautstärke anzupassen. Läuft ein Video, wird die Lautstärke um einiges leiser, was etwas irritierend wirkt, wenn man aus einem lauten Feuergefecht kommt.
Sonst entspricht die PC-Umsetzung komplett der Xbox 360-Fassung, die wir euch hier ausgiebig vorstellten.