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Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier

Ubisoft Paris
Ubisoft
Action
14.06.2012
k.A.
PC, Xbox 360, PS3
Gespielt von: alle ansehen
hazuki agony Haggy Tom_the_Ripper
Bewertung
USK
  04.07.2012   5 Kommentare   1118 Klicks
Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier - PC 8,3 3

Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier Spieletest

Die Leiden eines alten Spielers. Oder: Warum ich Konsolenports manchmal schlimm finde

Nachdem der Taktik-Shooter Ghost Recon: Future Soldier mit einer sehr guten Wertung auf der Xbox 360 abgeschnitten hat (DN Wertung: 8 ), haben wir uns nun die PC-Fassung des Spiels angesehen. Wenn ein Windows-Titel erst nach der Konsolenversion erscheint, dann bringt das gewissen Erwartungen mit sich. Für die Aussicht auf bessere Grafik, mehr Optionen und eine komfortablere Steuerung nehmen wir die Wartezeit gerne in Kauf. Doch was Ubisoft da verbrochen hat, ließ meine Frustgrenze überschreiten.

Startschwierigkeiten deluxe

Schwierigkeiten mit der PC-Version

Schon beim ersten Start schaltete der Bildschirm auf schwarz und signalisierte mir „Out of range“. Dies passiert zum Beispiel, wenn man eine Auflösung gewählt hat, die für den Monitor zu hoch ist - was bei mir aber nicht der Fall war. Verschiedene Lösungsansätze, beispielsweise das Umstellen in andere Auflösungen, halfen nicht. Durch Internetrecherche fand ich schließlich heraus, dass einige Spieler mein Problem teilten - die erste Schwierigkeit dieses Konsolenports: Hat man seinen Rechner über HDMI angeschlossen, wird man nicht nur mit einer 24-Hz-Beschränkung gegängelt, sondern auch mit dem oben genannten „Out of range“. Ändert man per Hand die Auflösung der Konfigurationsdatei, kann zumindest das Spiel gestartet werden. DVI-Nutzer beginnen ohne diesen Aufreger, aber nur wenn sie einen Monitor besitzen, der das 16:9-Format nutzt, erhalten sie den vollen Bildgenuss, während der Rest schwarze Balken links und rechts präsentiert bekommt. Und noch eine Schlamperei bei der Konvertierung: 60 Hz sind die Obergrenze bei Ghost Recon, egal ob Vsync ein- oder ausgeschaltet ist.  Läuft das Spiel, darf man sich in den Optionen austoben. Zuerst ziehe ich die Regler für Schatten und Texturschärfe auf das Maximum und aktiviere DirectX 11 sowie Tesselation. Im Vorfeld hatte Ubisoft ja angekündigt, dass die PC-Version von Ghost Recon:Future Soldier richtig gut aussehen soll. Ich war gespannt....

Ernüchterung

Alles schöner unter Windows?

Das nächste Ärgernis zeigt sich schon beim Start der ersten Mission: Alle Aktionen werden mir erst einmal mit Joypad-Symbolen präsentiert. Dann der nächste Schreck: kein Mouselook. Das Keyboard reagiert zwar, und ich kann über die Maustasten schießen und zoomen, aber umschauen mit der Maus ist nicht möglich. Der Versuch, über Esc in ein Optionsmenü zu gelangen, scheitert. Die Macher haben dem Spieler keine Möglichkeit gegeben, Einstellungen während des Spiels zu verändern. Bitte was!? In unzähligen aktuellen Spielen ist es Standard, zumindest Tastenbelegung und Mausempfindlichkeit während des Spielverlaufs anzupassen. Warum zum Teufel hier nicht? Hierzu muss die Mission abgebrochen werden. Nirgendwo gibt es einen Hinweis zum Ab- und Zuschalten des Joypads, der Xbox 360 Controller wird nativ unterstützt. Hier hilft nur, das Gamepad komplett auszustecken. Die Maus ließ sich nun bewegen und anstatt der Xbox-360-Buttons sah ich die entsprechenden Maus- und Tastaturanweisungen.

Bei einem Shooter lege ich großen Wert auf  genaues Zielen, glücklicherweise hat hier Ubisoft bei der Portierung gute Arbeit geleistet. Auch bei actionreicheren Sequenzen hat man das Geschehen mit dem Nager gut unter Kontrolle. Bei der grafischen Qualität gaben sich die Entwickler leider nur halb so viel Mühe. Zwar sehen sämtliche Spielfiguren mit aktiviertem DX11 sehr gut aus, dennoch können die Umgebungstexturen nicht mithalten und sehen verwaschen sowie eintönig aus. Die Ladezeiten zwischen den Missionen sind kurz gehalten und nur die mittelmäßigen grafischen Zwischensequenzen, die die Geschichte erzählen, wirken etwas altbacken. Außerdem hat man vergessen, die Dialoglautstärke anzupassen. Läuft ein Video, wird die Lautstärke um einiges leiser, was etwas irritierend wirkt, wenn man aus einem lauten Feuergefecht kommt.

Sonst entspricht die PC-Umsetzung komplett der Xbox 360-Fassung, die wir euch hier ausgiebig vorstellten.

Fazit - Tom Clancys Ghost Recon Future Soldier Spieletest

Haggy

Ende gut, alles gut? Wäre die PC-Version in diesem Zustand vor den Konsolenfassungen erschienen, so hätte es sieben, aber noch keine acht Punkte von mir bekommen. Das Spiel überhaupt zum Laufen zu bekommen war ein frustrierender Akt. Auch der Support von Ubisoft war wenig hilfreich. Wenn alles läuft, dann ist Ghost Recon: Future Soldier dennoch eine unterhaltsame Angelegenheit. Wen die oben genannten Bugs nicht abschrecken bzw. wer auf einen Patch warten kann, der die Probleme behebt, bekommt mit Ghost Recon: Future Soldier einen guten Taktik-Shooter, der technisch noch mehr hätte aus der Engine herausholen können. Das macht dann aber der unterhaltsame Coop-Modus für vier Spieler  wieder wett.

Bewertung
„Solo zu einfach, im Multiplayer eine Herausforderung!”

Vorteile Nachteile
DX 11 macht das Spiel etwas schöner
Unsauberer Konsolenport mit gravierenden Mängeln
Einziger PC Taktik-Shooter mit Co-Op
Technisch hätte man mehr aus der Unreal 3 Engine rausholen können
Bewertung
„Solo zu einfach, im Multiplayer eine Herausforderung!”

Kommentare

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19meiky84
von 19meiky84 | 10.07.2012, 15:22 Uhr
Super Test und bin gleicher Meinung.....hätte mehr aus der Unreal engine rausgeholt werden können aber dennoch ganz anschaulich wink.gif
Haggy
von Haggy | 05.07.2012, 00:23 Uhr
smile.gif Dann ist es gut, daß es bei dir funktioniert. Bei mir ging es nicht und eine Menge Leute aus dem Forum hatten wie ich das Problem. Mit MP3 für den PC hatte ich ein ähnliches Problem. Da lies sich das Spiel partout nicht mit einem BluRay Laufwerk installieren - erst mit einem ganz normalen DVD LW ging es blink.gif
FlexDB
von FlexDB | 04.07.2012, 21:12 Uhr
Kay... also mein Plasma Monster ist über HDMI angestöpselt und mein TFT (16:10) via DVI, keine Porbleme.
Haggy
von Haggy | 04.07.2012, 14:51 Uhr
Mein Monitor ist hauptsächlich mit HDMI verbunden. Dann passiert das Out of Range Problem. Ist er aber per DVI verbunden, dann funktioniert es zu 90 %. Ich hab es mit mehreren Monitoren probiert jedesmal bei HDMI der oben genannte Fehler (den ich per Configeintrag umgehen konnte). Bei DVI lief alles glatt
FlexDB
von FlexDB | 04.07.2012, 12:09 Uhr
Öhm... also ich mußte nichts verstellen um was sehen zu können. Woram hängt denn der Testrechner?
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

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