Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter
Die Entwickler von Carbine schicken euch in Wildstar zum Nexus, einen weit entfernten Planeten am Rande des Universums. Dort sollt ihr das verschwundene Volk der mysteriösen Eidan erforschen. Diese wurden durch eine unbekannte Macht ausgerottet, die dort noch immer aktiv ist. Und natürlich gibt es viele, die diese Macht für sich beanspruchen wollen.
Ein Tier1-Paladin aus WoW? Nein, eine Aurin-Esper aus Wildstar.
Ganz im Stile von klassischen Online-Rollenspielen wählt ihr euren Avatar aus einer von drei unterschiedlichen Rassen aus: Ihr habt die Wahl zwischen den Granak, den härtesten Typen der Galaxie (im wörtlichen Sinne), den Aurin, einer zierlichen humanoiden Rasse mit Hasenohren (!) und – ganz klassisch – den Menschen. Die Optik der Spielercharaktere sowie der gesamten Welt erinnert an eine Mischung aus japanischem Anime und einer Dreamworks-Animation. Der Comic-Look lässt außerdem einen Vergleich zum Branchenriesen
World of Warcraft zu.
Nach der Wahl eurer Rasse geht es zur Klassenwahl. Bisher wurden davon drei enthüllt: Der Warrior, der Spellslinger und der Esper. Der Krieger baut auf klassischen Nahkampf sowie Tech-Attacken. Seine Ressourcen sind Adrenalin, das sich im Kampf auflädt sowie Energie-Zellen. Der Spellslinger ist der Magier im Sci-Fi-Gewand. Statt Zauberstab verwendet er magische Pistolen und teleportiert sich, wie im Trailer, zu seinen Gegnern. Als Ressourcen stehen ihm Arcana und Charge zur Verfügung. Während sich Arcana im Kampf schnell regeneriert, lädt sich Charge allmählich durch Magie auf und verstärkt seine Attacken. Der Esper verwendet ebenfalls Magie sowie ein Combo-System. Zum Zaubern benötigt er Mana und für seine Attacken muss er entsprechend Combo-Punkte aufbauen. Soweit nix neues.
Mehr als nur ein weiteres MMORPG?
Wer sich im MMO-Markt behaupten will, muss sich von der Masse absetzen. Dies versucht Carbine mit den Spielerpfaden. Denn neben Rasse und Klasse wählt ihr einen von vier Wegen, die den Spielverlauf für euch bis zu einem gewissen Grad individualisieren. Die Entwickler haben sich nämlich das Spielverhalten von typischen Online-Rollenspielern genauer angesehen. Dieses haben sie für Wildstar in vier Gruppen eingeteilt: Kundschafter, Eroberer, Sammler und Architekten. Je nach gewähltem Pfad eröffnet euch das Spiel neue spielerische Elemente. Diese nennt Carbine „Layers“, zu Deutsch: Schichten. Neben den Spielerpfaden wird es auch noch weitere dieser Schichten geben.

Mit Hilfe dieser Layers fächern sich die MMO-typischen Quests auf. Stellt euch eine ganz normale Kill-Quest vor, wo ihr X Monster töten sollt. Sobald ihr das Quest-Gebiet erreicht, erhaltet ihr automatisch zusätzliche Pfad-Aufgaben. Sammler erkennen beispielsweise unter den Monstern ganz spezielle Mutationen, die es zu erforschen gilt, während Kundschafter auf Dungeon-Eingänge stoßen, die dem Rest der Gruppe sonst verborgen geblieben wäre. Doch damit nicht genug: Neben den Pfad-Quests erhaltet ihr überall Herausforderungen. In diesem Fall könnte das bedeuten, dass ihr X Monster in einer bestimmten Zeit töten sollt, oder mehrere gleichzeitig. Diese Herausforderungen sind stets optional und ergänzend zur eigentlichen Haupt-Story, finden aber genau dort statt, wo ihr euch eh schon befindet. Zusätzlich ploppen spontane Quests in den jeweiligen Quest-Gebieten auf. Diese bieten euch zusätzliche Aufgaben an, wie „Befreie den Wissenschaftler innerhalb von 3 Minuten aus dem Bauch von Monster X – eben jenem Monster, das ihr eh schon metzeln sollt. Laut Carbine soll dies erst der Anfang sein und viele weitere Schichten werden im Laufe des Spiels hinzugefügt.
Auch das Kampfsystem wartet mit Neuerungen auf: Momentum ist ein Instrument, dass euch die Gelegenheit bietet, auf bestimmte Situationen im Kampf zu reagieren. Bereitet ein Gegner eine bestimmte Attacke vor, könnt ihr so beispielweise Ausweichen oder den Gegner unterbrechen. Gelingt es euch, werdet ihr sofort belohnt. Außerdem erhaltet ihr eine Art von Achievement. Wie genau dieses System funktionieren soll, ist allerdings noch nicht bekannt. Der Schwierigkeitsgrad soll jedenfalls im Laufe des Spiels anziehen. Ebenfalls neu: Die Umgebung passt sich auf beeindruckende Weise eurem Spiel an. Eine Erkundung des nächsten Berges löste eine Lawine aus, die unsere frischen Helden ins Tal spülte. Wie schon bei World of Warcraft verändert ihr eure Welt mit Hilfe der Phasing-Technologie. Während Neuankömmlinge noch mit den Hindernissen des Startgebiets kämpfen, singt man über euch bereits Heldenlieder, wie ihr dieses befreit habt.
gamescom-Trailer