Ich habe in einem Jahr sechzehn Monate durchgespielt!

Special: GC 2007: Spiele aus Osteuropa

07.09.2007 – Redakteur: Martin


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The Hunt

The HuntGameshows gehören mittlerweile zum gewohnten Bild der allabendlichen TV-Landschaft. Ob man nun dabei Millionär werden kann oder obszön hohe Sachpreise gewinnt - ein strahlender Sieger geht immer aus der Sache hervor. Im Jahre 2015 sind die Gameshows zwar noch nicht von der Glotze verschwunden, jedoch sind die Sieger dieser flimmernden Geißel der Unterhaltungsindustrie nicht mehr mit schönen Gegenständen eingedeckt. Vielmehr dürfen sie froh sein, wenn sie mit dem Leben davongekommen sind. Die Kriminalitätsrate hat mittlerweile ungeahnte Höhen erreicht und Sicherheit ist ein Wort, das auch vergangenen Tagen zu kommen scheint. Die Regierung hat eine einfache Antwort auf die Verrohung der Gesellschaft gefunden. Sie heißt schlicht und ergreifend: Noch mehr Gewalt. Als gewöhnlicher Bürger Moskaus kann es einem passieren, dass man urplötzlich mit einer so genannten „Black Mark“ aufwacht, einem Peilsender, mit dem jeder Schritt vom Sensationsgierigen Publikum überwacht wird. Die Chance mit einer solchen Markierung aufzuwachen ist zwar denkbar gering, jedoch interessiert das dem armen Menschen nur sehr fern. Schließlich brandmarkt ihn dieses Teufelsding zum Star eines zweifelhaften TV-Formats.

Hohe Einschaltquoten?!

The HuntDie Show „The Beaters“ erreicht regelmäßig hohe Einschaltquoten, strotz vor brutaler Gewalt und lässt die frischgebackenen Kandidaten durch die Hölle einer Großstadt wandern, in der nichts mehr intakt zu sein scheint. Die Story kommt einem dabei bekannt vor, zumindest, wen man den Kino-Klassiker „Running Man“ mit Arnold Schwarzenegger kennt. Als Ego-Shooter setzt man als Spieler nicht auf Rambo-Techniken, sondern muss lange Passagen zusehen, dass man keinen Lärm verursacht. Die Gegner hören nämlich sehr gut und verfolgen einen, wo immer man einen lauten Schritt zuviel getan hat. Buka zeigte uns eine recht frühe Version des Spiels, aber der spielbare Level zeigte bereits seine Stärken. Echtzeitschatten, Ageia-PhysX-Technologie und eine eigene Grafikengine sollen einen direkten Anschluss an die Produkte aus dem Westen schaffen. Atmosphärisch dicht wirkt der Action-Titel schon dadurch, dass man keine Kampfmaschine durch das Terrain steuert, das voll ausgerüstet mit Waffen aus der Zukunft alle Gegner mühelos platt macht. Hier ist der Held ein ganz normaler Mensch, wie es jeder andere auch sein könnte. Ohne Waffen beginnt er seine Hatz durch die Stadt, immer auf der Hut, dass ihm keiner seiner Häscher über den Weg läuft. Waffen und Kampftechniken lernt man erst im Laufe der Story. Einen Multiplayer-Modus soll es auch geben. Wie der aber aussehen soll, wurde noch nicht gesagt. Bei dem Gehschleiche und Gemeuchel bietet sich eventuell eine russische Version von Counterstrike an? Oder bleibt es doch bei den bewährten Modi Deathmatch, Team-Deathmatch und Survival.Mode? Die Antwort erhalten wir aller Wahrscheinlichkeit nach im ersten Halbjahr 2008.

The Swarm

The SwarmWieder steht Moskau im Mittelpunkt der näheren Zukunft. Nachdem Aliens auf der Erde gelandet sind, bemerkt die Menschheit ziemlich schnell, dass es sich nicht um knuffige Außerirdische handelt, die nichts weiter im Sinn haben, als nach Hause zu telefonieren, sondern dass sie an eine besonders fiese Spezies geraten sind. Sie absorbieren nämlich die Lebenskraft der Erdenbewohner, um sich davon zu ernähren. Um der Brut Herr zu werden, schlagen die Regierungen der Erde mit Atomwaffen zurück. Jedoch wurden die Besucher aus dem All damit keineswegs vernichtet. Alles, was man damit erreichte, ist ein verwüsteter Planet, auf dem das Überleben mehr als fraglich ist. Nun müssen die verbliebenen Menschen nicht nur mit gefährlichen Monstern klar kommen, sondern auch noch mit einer vernichteten Umwelt. Der Spieler schlüpft auch hier nicht in die Rolle eines strahlenden Überhelden, der aus purem Instinkt richtige Entscheidungen am Fließband produziert. In „The Swarm“ ist man auch eher ein Held des wahren Lebens. Zumindest anfangs noch. Man lernt ziemlich schnell, sich die Eigenschaften der Aliens zu Nutze zu machen. Unser Protagonist hat nämlich entdeckt, wie man selbst ebenfalls die Kräfte der Feinde absorbiert und sich dadurch einen Vorteil im Kampf ums Überleben sichert. Unbegrenzt ist die Zahl der Spezialfähigkeiten in der Tat nicht. Man muss schon sehr genau überlegen, ob man eine Fertigkeit aufgibt, um eine neue in seine Persönlichkeit zu integrieren. Der Preis für diese Supermächte ist seine Menschlichkeit. Je mehr der Held dazu absorbiert, desto weniger menschlich sieht er am Ende dabei aus. Strahlende Helden sehen wirklich anders aus.

Gespielt wird in der 3rd-Person-Perspektve. Dabei stellt die Steuerung kein sonderliches Problem dar, da die Lenkung so einfach wie präzise ist. Das wird auch bitter nötig sein, wenn man auf dem Roten Platz gegen einen 50 Meter großen Bossgegner trifft, der den Spieler mit einem Schlag alle Lichter auszupusten vermag. Minigames in Form eines genetischhen Baukastens soll es übrigens ebenfalls geben. Auch wenn das Spiel bereits 2008 auf den Markt kommen soll, lassen sich die Entwickler nicht aus der Ruhe bringen und setzen gerade den Feinschliff am Spielgeschehen an. So soll die Spielfigur noch ein paar Änderungen erfahren. In der gezeigten Vorab-Version steuerten wir einen Feuerwehrmann durch die verwüstete Kreml-Stadt. Wir dürfen gespannt sein, ob der wackere Feuerbekämpfer auch den Sprung in die Endversion schafft.

Inhaltsverzeichnis

01 Übersicht
02 Buka: The Hunt und The Swarm
03 Buka: Dusk-12 und Collapse
04 Akella: Jagged Alliance 3 und Scorpion
05 GFI: Warefare, Officiers und Hired Guns: The Jagged Edge


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