07.09.2007 – Redakteur: Martin
Einen Titel, der uns bereits letztes Jahr präsentiert wurde, ist „Dusk-12“. In einem Militärlabor werkelt man emsig an einem Virus, der in der Lage ist, Menschen genetisch zu verändern. Damit soll nicht etwa eine neue Krankheit über die Menschheit gebracht werden, sondern ganz einfach ein Übersoldat das kalte Licht der Laborwelt erblicken. Wie sich die Wissenschaftler doch irren können. So passiert dann auch das Unweigerliche: Der Virus kann das Testgelände verlassen und verwandelt die infizierten Menschen in mordgierige Mutanten. Die Folge sind abgesperrte Städte und Amok laufende Mensch-Mutanten. Als Mitglied einer Spezialeinheit soll der Spieler wieder für Ruhe und Ordnung sorgen, indem er die Sperrzone von dem virenverseuchten Gesocks befreit. Was aber zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Soldat trägt bereits das Virus in sich und verwandelt sich kontinuierlich selbst in einen Mutanten. Irgendwie schafft er es aber, dabei immer noch Mensch zu bleiben. Wenn in der zweiten Hälfte des Spiels die Entwicklung abgeschlossen ist, kämpft er mit seinen neu erworbenen Fähigkeiten weiter, um das Schicksal der Menschheit in eine glücklichere Bahn zu lenken. Fernkämpfe kann er dann jedoch nicht mehr mit Feuerwaffen austragen, denn mit seinen klobigen Armen kann er keinen Abzug mehr betätigen. Glücklicherweise gleicht er das mit Psy-Talenten und übermenschlicher Kraft wieder aus.
Hier haben wir sie auch wieder: Die hemmungslose Action. Es darf geballert und die Umgebung für sich eingesetzt werden. Hier und da können herumstehende Treibstofffässer eine große Sprengwirkung erzielen. Die Ageia-PhysX –Engine verspricht dabei verblüffend realistische Effekte. Für „Dusk-12“ wurde eigens eine Grafikengine entwickelt, die Schatten in Echtzeit berechnet und eine hohe Framerate garantieren soll. Zum jetzigen Zeitpunkt sah der unkomplizierte First-Person-Shooter bereits ziemlich attraktiv aus, stellt das Spiel mit Licht und Schatten eine effektvolle Umgebung dar – Endzeitatmosphäre inklusive. Dass man in einer voll zerstörbaren Umwelt agiert, lässt die Gamer des Stammes Brutalski sicherlich höher schlagen, will man doch sofort ausprobieren, was man alles zu Klump verarbeiten kann. Auch soll man die Möglichkeit bekommen, Fahrzeuge zu lenken, um seine Truppe zu transportieren oder einfach, um schneller voran zu kommen. Ob das wohl auch mit den mutierten Monsterarmen funktioniert? Wir glauben eher nicht. Wohl aber denken wir, dass der Multiplayerpart mit teambasierten Gefechten noch einmal zusätzlich Würze in das Spiel bringt. Als Veröffentlichungstermin peilen die Moskauer auch hier das frühe Jahr 2008 an.
Irgendwie scheinen die russischen Entwickler gefallen an Endzeitszenarien gefunden zu haben, denn auch „Collapse“ spielt in einer verwüsteten Welt. Anno 2096 leben die letzten überlebenden Menschen in ständiger Angst vor Kreaturen, die aus einer fremden Dimension kamen, um alles Leben auf der Erde zu vernichten. Weitreichende Erfolge konnten sie bis dahin bereits verbuchen, da die Ordnung komplett aus dem Fugen geraten ist. Statt komplexer Staatengebilde und Weltkommunen herrscht nun das Chaos über die restlichen Verbliebenen, immer in Angst, als Futter auf dem Tisch der fremden Monster zu enden. Aus diesen fürchterlichen Zuständen erhob sich eine Kämpfertruppe, die auf den Namen „The Lords“ hört. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht, wieder für menschenwürdige Zustände auf der Welt zu sorgen und die Anarchie durch klare Gemeinschaftsstrukturen zu ersetzen. Dass die feindlichen Wesen deshalb Stück für Stück von unseren Planeten vertrieben werden müssen, liegt auf der Hand. Zum Glück gehört unser Held zu dieser gut ausgerüsteten Elite-Einheit und schlägt sich wacker in einer Welt, in der die Menschheit wieder einmal nichts zu lachen hat. Ausgestattet mit einem stattlichen Waffenarsenal und einer respektablen Anzahl an speziellen Combo-Attacken sagt er der Brut den Kampf an. Seine Fähigkeiten kann er während des Spielfortschritts ausbauen, ähnlich einem Rollenspiel. Neben effektvollen Bullet-Time-Funktionen kann er auch eine Druckwelle erzeugen, Wrestling-Taktiken im Nahkampf anwenden oder sich für kurze Zeit vervielfältigen und eine Reihe von Phantomen auf den Feind hetzen.
Hier setzt man ganz auf die Perspektive in der dritten Person, was das Spiel geradezu prädestinieren sollte, sein altes PC-Joypad mal wieder zu entstauben. Aber auch mit Maus und Tastatur kommt man schnell ins Spielgeschehen. Kluge Kämpfer sehen zu, dass sie explosive Gegenstände in der Ferne als Sprengsätze gegen die Monster einsetzen, während man im Nahkampf mit einer Klinge zeigen kann, wie gewitzt man seine Spezialattacken einzusetzen weiß. Die angespielte Version sieht schon sehr reif aus und untermauert den guten Eindruck, den wir letztes Jahr bereits auf der Games Covention 2006 erhalten haben. Eine ganze Menge von Levels stehen zur Verfügung, wobei Innen- und Außenumgebungen die nötige Abwechslung versprechen. Das Ausmaß der Zerstörungen wurde hier prima in Szene gesetzt, wenngleich man bei den Effekten sicherlich schon üppigere Grafikpracht bewundern durfte. Mühe haben sich die Entwickler bei den Animationen gegeben. Unser Held springt, schlägt und läuft sehr Realistisch durch die Gebiete. Bei den Specialmoves beweist er sogar, dass an ihm in kleiner Akrobat verloren gegangen ist. Viele Rätsel sollen in „Collapse“ enthalten sein, denen wir aber in den gespielten Levels noch nicht begegnet sind. Ausgeglichen wird das allerdings durch Horden von Gegnern, die dem Spieler kaum Zeit zum Verschnaufen lassen. Dass die Masse an Monstern natürlich mitunter unter Denkschwächen leidet, fällt dabei wahrscheinlich erst nach einigen Spielstunden ins Gewicht. Von dem Potenzial des Titels soll man sich auch Anfang 2008 überzeugen können, wen der geplante Release über die Bühne gegangen ist.
01 Übersicht
02 Buka: The Hunt und The Swarm
03 Buka: Dusk-12 und Collapse
04 Akella: Jagged Alliance 3 und Scorpion
05 GFI: Warefare, Officiers und Hired Guns: The Jagged Edge
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