Hineinspringen und wie ein Maulwurf darin herumwühlen...

Special: Odessa Twins: Action aus Hamburg

26.02.2008 – Redakteur: Martin


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Es wird wieder gefördert. Wie wir berichteten, hat die Hamburger Firma Daedalic bereits das zweite Eisen im Feuer, wo der Prototyp mit staatlicher Beihilfe zu einem reifen Produkt bezuschusst wird. Dass das Beispiel Schule machen könnte, zeigt jetzt eine weitere Firma. Bezeichnenderweise ist auch das Entwicklerstudio twintime software & entertainment GmbH in Hamburg ansässig. In einer ehemaligen Fabriketage mitten im Herzen Hamburgs sind die kreativen Köpfe zu finden, die es ebenfalls geschafft haben, sich eine kleine Finanzspritze vom Vater Staat zu sichern. Anders als bei Daedalic setzt man hier aber nicht auf ein Point’n’Click-Adventure.

Geistreiche Action

Entwickler bei der ArbeitDas wäre wohl auch ein wenig verdächtig, wenn die Behörden nur ein Genre bedenken würden, wer vermutete da nicht gleich Fans von dieser Spielart an den richtigen Stellen? Nein, Twintime stellt die Weichen eindeutig in Richtung „Action“ und zielt neben der PC-Plattform auf andere Konsolen ab. Während man bei Daedalic neben dem PC-Spiel eine Fassung für die Wii in Betracht zieht, wollen die Jungs von Twintime zwar ebenfalls den PC bedenken, aber auch Versionen für Xbox 360 und Playstation 3 mitbringen. Vieles davon steht noch unter strengster Geheimhaltung, denn solange man noch einen Publisher für das ehrgeizige Projekt sucht, kann man selbstverständlich nicht alle Details verraten. Wir sind jedenfalls in der glücklichen Lage, als allererstes Magazin eine Vor-Ort-Berichterstattung anbieten zu können.

Neues von der Förderfront

Spannend: Hand eines Entwicklers!Projektmanager Lars Hodum sowie Autor und Regisseur Stefan Bronneke empfingen uns in bester Stimmung. Dazu bestand auch genug Grund: Zum einen ist ein Besuch von DemoNews immer ein Anlass zur Freude, zum anderen konnte man uns schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Spiel präsentieren, um das es eigentlich geht. Es ist ja auch für einen Journalisten immer wieder ein spannendes Erlebnis, wenn aus einer Kopfgeburt ein aussagefähiges Produkt wird. Das kann man mit einem Baby vergleichen, an dessen Entwicklung man teilhaben darf, vom Moment an, an dem es auf die Welt kommt, über erste Gehversuche bis hin zur Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit. Dementsprechend begeistert erzählte uns Stefan auch von der Story des ersten Projekts. Dass Stefan sein Metier gelernt hat, kann er auch anhand seiner Biografie beweisen. Er studierte in den Neunziger Jahren Regie in Los Angeles. Man kann also davon ausgehen, dass er weiß, wie man Geschichten auf spannende Weise erzählt. Deshalb ist es auch eine reizvolle Sache, ein Game wie einen interaktiven Film anzulegen. Im Kino schaut man dem Geschehen passiv zu. In einem Computerspiel ist man Teil der Handlung. Man erlebt die Vorgänge aktiv. Auf eine Wagenladung Gaming-Expertise kann auch Lars Hodum zurückgreifen. Seit fünf Jahren organisiert er LAN-Parties und kennt sich dementsprechend gut im eSports-Gewerbe aus. Rasanz ist für ihn also kein Fremdwort.

Folgerichtig kann man dann auch gespannt sein, was „Odessa Twins“ zu bieten hat. Hier wirken diverse viel versprechende Faktoren zusammen. Neben Action-Experten und ausgebildeten Geschichtenerzählern sind auch noch ein 3D-Programmierer, 3D-Artisten und ein erfahrener Produzent mit am Start. Schon klar, dass die Behörde ein Konzept aus der Feder eines solchen Aufgebotes kaum zur Förderung ablehnen kann. „Es ist ein Luxus, machen zu können, was man machen will“, freut sich Bronneke. Er muss es wissen, denn an der Story feilt er bereits seit vier Jahren. Und so verwundert es auch nicht, dass seine Begeisterung über das Projekt ansteckend ist.


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