28.08.2006 – Redakteur: DN-Team
Den weiten Weg von Russland machte ebenfalls das Team des Publishers Buka Entertainment auf die Games Convention 2006 in Leipzig. Ganze sechs Titel wurden dafür auch präsentiert, einige davon sind Kennern der Materie bereits in Form ihrer Vorgänger bekannt.
Auch wenn "Pacific Storm" erst seit kurzer Zeit hierzulande erhältlich ist, da lugt bereits der Standalone-Nachfolger um die Ecke. Auch dieses Mal stellen sich Engländer und Amerikaner gegen die Achsenmächte. Im Strategie- oder Taktikmodus kann der Spieler historische Szenarien am heimischen Rechner rekonstruieren und zeigen, dass er den damaligen Generälen zumindest ebenbürtig ist. In Multiplayerkampagnen können sich Hobbystrategen auch miteinander Messen oder Bündnisse eingehen, denn der diplomatische Aspekt rückt bei "Pacific Storm: Allies" in den Mittelpunkt. Neben Ressourcentausch stehen auch eigene Waffenentwicklungen auf den Plan. So kann man seine Bündnispartner mit Waffenlieferungen unterstützen oder mit neu entwickeltem Gerät in den Rücken fallen. Grafisch hat sich nicht viel geändert, auch die Elemente der 3D-Ansicht bleiben erhalten, genauso wie Dogfights über den Wolken im Mehrspielermodus. Bis zu 18 Spieler können den Luftraum bevölkern und Gefechte in schwindelerregenden Höhen austragen. Auch kann man weiterhin alle Objekte in der Flotte einzeln ansteuern und für eine manuelle Abwehr sorgen. Manchmal ballert der General nun einmal noch selbst. Ab dem ersten Quartal 2007 ist mit einer Veröffentlichung in Deutschland zu rechnen.
"Stalin Subway" ist vor gar nicht allzu langer Zeit erst veröffentlicht worden und schon wird die Geschichte um die Verschwörung in Moskau weiter erzählt. In diesem Standalone Sequel des Ego-Shooters schlüpft der Spieler in die Rolle der Ehefrau des Helden Glebs aus dem ersten Teil. In der russischen Metropole der fünfziger Jahre hat die Gattin von den Umständen erfahren, die zu Glebs Verschwinden führten. Fortan macht sie sich auf die Suche nach ihrem Mann, was sie in das weitverzweigte U-Bahn-Netz unter der Hauptstadt verfrachtet. Wert legten die Entwickler vor allem auf eine originalgetreue Nachbildung Moskaus, sowie auf eine Verbesserung der Grafikengine. Viele Objekte lassen sich zerstören und tragen so dazu bei, dass man sparsam mit den Kugeln umgehen kann. Auch rasante Autoverfolgungen stehen im Drehbuch, wobei man seine Bleispritze immer von der Ladefläche aus auf die Verfolger hält. Im Mehrspielerbereich sind Deathmatch und Team-Deatchmatch enthalten, wobei sich 16 Spieler auf den Servern einfinden können. Einige grafische Unebenheiten des Vorgängers sind ausgebügelt worden, weshalb einer Veröffentlichung im Oktober 2006 nicht allzu viel im Wege steht. Ein Publisher für den deutschen Markt wurde bisher noch nicht offiziell gefunden.
Bei Aggression 1914 handelt es sich um ein weiteres Strategie-Taktik-Spiel mit historischem Hintergrund. Einige Eigenheiten konnte man uns allerdings bereits vorab verraten, denn zum einen ist das Areal deutlich größer, als bei den meisten Spielen dieser Art. Um genau zu sein, ist die ganze Welt Schauplatz der Entwicklungen zur Zeit des ersten Weltkrieges und somit auch voll anspielbar. Im Stategie-Modus kann man die Weltgeschichte ab diesem Zeitpunkt neu umschreiben und Bündnisse eingehen, die zu dieser Zeit undenkbar waren. Was wäre beispielsweise, wenn Hitler zusammen mit den Engländern Frankreich überfallen hätte? Oder Lenin die Atomforschung revolutionierte? Auf diese Weise hätte die Atombombe auch schon um 1920 erfunden und gebaut werden können, womit ganz neue historische Entwicklungen denkbar wären. Was wir zu sehen bekamen, war ein frühes Stadium des Spiels, denn eine Veröffentlichung ist erst Ende 2007 vorgesehen. Da bleibt also noch eine Menge Zeit, um die Hundertschaften an Objekten zu bewegen und die Echtzeitstrategie in 3D-Ansicht zu verfeinern. Aussagekräftig waren die ersten Ergebnisse dennoch, denn eine vorgeführte Atomexplosion sah schon jetzt ziemlich beeindruckend aus. Kriegsstrategiefreunde sollten auf alle Fälle ihre Augen und Ohren offen halten und der Dinge harren, die da noch kommen mögen.
Viel Action mit hoher Oktanzahl verspricht auch "Hard Truck Apocalypse: Rise of Clans". In dem Standalone-Sequel muss der Spieler mit einem Truck in einer Arena gegen andere vierrädrige Niedertrachten antreten, bis auch der letzte Kolben des Gegners durchgeschossen wurde. In diesem Teil sind auch Städte befahrbar, in dem der Spieler mit anderen Teilnehmern Handel betreiben kann oder seinen Boliden aufpimpt. Dabei kann die Größe, Panzerung und Bewaffnung der Killerkarren ausgewählt werden und im späteren Arenakampf gleich zum Einsatz kommen. Dabei kann beinahe das gesamte Areal in Schutt und Asche gelegt werden. Voll zur Geltung soll die PS-Gaudi in im Multiplayer-Modus kommen, denn im Deathmatch- oder Team-Deathmatch-Bereich können sich bis zu 16 Spieler unschöne Schrammen in den Lack ballern. Die Mannschaften im Team-Deathmatch-Modus werden in Clans benannt, was auch Zockergemeinden zu einer Probefahrt einladen sollte. Im ersten Quartal 2007 soll das gute Stück dann erhältlich sein und sollte Freunden von "Twisted Metal" aufhorchen lassen.
Ein weiterer Ego-Shooter, der erst in 2007 released wird, wurde uns in Form eines Videos gezeigt: in "Dusk 12" wird der Spieler in eine düstere Zukunft transportiert, in der fast die gesamte Menschheit von einem Killervirus dahingerafft wurde. Eigentlich sollte das Virus zur Schaffung eines Supersoldaten hilfreich sein, aber unberechenbar wie diese kleinen Organismen nun mal sind, fällt ihm schnell die Weltbevölkerung zum Opfer. Die befallenen Menschen werden zu unberechenbaren Mutanten, die nichts weiter im Sinn haben, als den noch gesunden Teil der Menschen zu infizieren. Der Spieler verkörpert hier einen Squadleader, der einen Weg aus dieser Katastrophe herausfinden soll. Zusammen mit 7 Nicht-Spieler-Charakteren bahnt er sich einen Weg durch das Inferno aus Mutationen. Klar, dass er dafür ein beträchtliches Waffenarsenal zur Verfügung hat. Ab der zweiten Spielhälfte kommt es zu einer überraschenden Wendung: Der Spieler wird infiziert und kämpft nun auf der Seite der Mutanten. Dadurch kann er zwar nicht mehr mit Waffen umgehen, hat dafür aber ein paar übermenschliche Fähigkeiten, wie gesteigerte Körperkraft oder Mentalpower dazu gewonnen. Im Multiplayer können bis zu 16 Zocker zu Felde ziehen oder im Team-Deathmatch den Kampf Mensch gegen Mutant erneut anfachen.
Zu guter letzt fuhr das Buka-Team noch einen Action-Titel aus der Third-Person-Ansicht auf. "Collapse" lässt den Spieler einen muskelbepackten Barbaren verkörpern, der in einer düsteren Zukunft einen Kampf gegen Monster aus einer anderen Dimension führt. Bewaffnet mit Schwert und Schießeisen wird der Übermacht Saures gegeben, wo man nur kann. Dabei kann man seine Fähigkeiten kontinuierlich weiter ausbauen und Skills entsprechend frei erteilen. Mit der Zeit erlernt man interessante Comboattacken oder Spezialfähigkeiten, wie Bewegungen in Bulltet-Time. In Matrix Manier weicht man elegant den Angriffen der Monster aus, jagt durch dunkle Tunnel oder befindet sich in einem Außenareal voller zerstörter Häuserfronten. Ein Vergleich mit "Devil May Cry" lässt das Gameplay durchaus zu. Obwohl der Titel erst Ende 2007 auf den Markt kommen sollte, sah die präsentierte Version schon nicht schlecht aus. Die Grafik war zwar sehr düster, aber effektvoll in Szene gesetzt und auch der Soundtrack ließ sich bereits hören. Wenn die Macher sich noch ein Jahr für Perfektionierung des Spiels geben, kann sich hier wirklich ein Schmuckstück anbahnen. Potential genug hat "Collapse" jedenfalls.
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