Wir erinnern uns:
Sony Computer Entertainment Europe verklagte den Online-Händler
Lik-Sang, weil dieser japanische PSP-Geräte an europäische Kunden verkaufte.
Sony gewann den Prozess, da so genannte "Grauimporte" nicht legal sind (wir
berichteten). Die Folge ist nun, dass
Lik-Sang die Pforten für immer schließen wird.
Der in Hong Kong ansässige Händler berichtet auf der
eigenen Webseite, dass der Geschäftsbetrieb bereits eingestellt wurde und sämtliche Bestellungen storniert werden.
Sony Computer Entertainment Europe sei für die Schließung verantwortlich, schließlich wurde die Klage wegen Urheberrechtsverletzung vor dem
High Court-Gericht in London durchgesetzt.
Fast schon kurios ist die Tatsache, dass laut
Lik-Sang einige namhafte
Sony-Mitarbeiter u.a. PSP-Konsolen in der Vergangenheit bestellt hätten; eine Liste der Käufer findet man auf der
Shop-Webseite. Hierzu äußert
Sony, dass die Bekanntgabe solcher Personen-Informationen gegen weltweite Datenschutzbestimmungen verstoße. Zudem meinte ein Sprecher von
Sony, dass die Schließung von
Lik-Sang eher eine Trotzreaktion sei, um das Ansehen des japanischen Elektronikkonzerns zu schmälern.
Letztendlich hat
Sony das eigene Ziel erreicht: Ein Zeichen zu setzen, um das Importieren z.B. von japanischen Konsolen nach Europa zu verhindern bzw. einzudämmen. Ob dies ein diplomatisch cleverer Schachzug war, ist natürlich eine andere Frage...