Am heutigen Tag hat
Atari bekanntgegeben, dass sich der kürzlich erschienene Action-Renntitel
Driv3r (Xbox, Playstation 2) in Deutschland und Frankreich auf den
ersten Plätzen der Verkaufscharts befindet.
Offenbar konnten die Konsumenten trotz teils kritischer Wertungen von Online- und Printmedien nicht vom Kauf abgehalten werden.
Die
Behauptung,
Atari hätte den britischen Zeitschriftenverlag
Future Press "bestochen", ist allerdings der erste Gipfel eines scheinbar größeren Eisberges. Wie
Gamefront berichtet, sah sich
Atari aufgrund der Unzufriedenheit der Magazine und Kunden dazu gezwungen, die in Großbritannien ansässige PR-Agentur
Babelmedia zu beauftragen, sogeanntes "Guerrilla Marketing" durchzuführen.
Diese Aktion spiegelt sich durch Unterwanderung diverser Internetforen wider, im Board von
Gamesradar.co.uk kritisierten die User "billywigs" und "Kingchopper" andere Forumsmitglieder bzw. die schlechten Wertungen der Presse. Erfolglos versuchten sie, die schlechte Stimmung gegen
Driv3r zu kippen. Laut einem
Gamesradar-Moderator führten die IP-Adressen beider User zu
Babelmedia.com.
Babelmedia selbst ist u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen wie
Sega,
Capcom,
Sony und...welch Zufall...
Atari zuständig.
Ebenso interessant ist, was der "Google-Cache" hierzu für Informationen zu bieten hat: So beschreibt
Babelmedia eigenes Online-Marketing durch
Guerrilla-Aktionen, nach Bekanntwerden der Postings im
Gamesradar-Forum wurde der Text inhaltlich stark gekürzt und geht
nicht mehr auf Forenunterwanderung ein.
Hier kann man nur sagen: peinlich, peinlich. Sollten die genannten Aspekte wirklich der Wahrheit entsprechen, so fragt man sich als Spieler, wen man hier noch Glauben schenken darf. Mit solch primitiven Mitteln wird versucht, die Einstellung potentieller Kunden zu beeinflussen. Offensichtlich ist man nicht gewillt, eigene Fehler einzugestehen. Wahrscheinlich wurde auch unser Forumsmitglied "Magic" bestochen, seine Meinung zu Driv3r ist nämlich zum Großteil positiv. :-)