Der Rizitelli und ich sind schon ein tolles Trio, ....äh Quartett.

Preview: GC-First-Look: Geheimakte 2

02.09.2007 – Redakteur: Sebastian


Seite: 1 | Ausblick

Die Zweifel an einer neuen Blütezeit für Adventures sollten ja schon längst verflogen sein, aber wer es immer noch nicht glauben mochte, für den leistete das Line-up auf der diesjährigen Games Convention in Leipzig die beste Überzeugungsarbeit. Wo man hinschaute, erblickte man neue Genrevertreter mit interessanten Settings, teils aufwändiger Technik und der ein oder anderen Innovation. Und Nachfolger bereits etablierter Adventures gab es natürlich auch, darunter das Sequel zu „Geheimakte Tunguska“, einem der erfolgreichsten Vertreter des letzten Jahres.

Getrennte Wege

GC-First-Look: Geheimakte 2„Geheimakte 2“ spielt zwei Jahre nach den Ereignissen rund um die mysteriöse Explosion im russischen Hinterland und hat damit überhaupt nichts zu tun, weswegen im Titel auch auf den Zusatz „Tunguska“ verzichtet wurde. Das mutet vielleicht ein wenig merkwürdig an, aber die Entwickler von Fusionsphere Systems machten klar, dass sie eine gänzlich neue Geschichte erzählen und damit auch die Leute ansprechen wollen, die den Vorgänger nicht gespielt haben. Die Protagonisten Max und Nina sind aber weiterhin mit von der Partie, haben sich aber nach dem „Tunguska“-Vorfall und einer kleinen Romanze getrennt und befinden sich zu Beginn des Spieles auf völlig verschiedenen Erdteilen: Während Nina zu einer entspannenden Kreuzfahrt aufbricht, ist Max in einem Dschungel unterwegs und sucht als Nachwuchs-Indiana Jones in alten Tempeln nach Geheimnissen. Was das mit dem mysteriösen Tod eines Mönches in einer kleinen amerikanischen Kirche zu tun hat, wird sich erst im Laufe des Spiels herausstellen.

Warum ein bewährtes Konzept ändern, wenn es bereits erfolgreich war? Eben diese Frage müssen sich die Entwickler bei „Geheimakte 2“ wohl gestellt haben, denn was bislang zu sehen war, gleicht dem guten Vorgänger wie ein Ei. Die Änderungen stecken sowohl technisch als auch spielerisch eher im Detail: So beherrscht die verwendete Grafik-Engine jetzt weitere Shader- und Überlagerungseffekte, die zusammen mit dynamischen Lichtquellen und dramatischeren Kameraeinstellungen das Filmgefühl zusätzlich erhöhen sollen. Dazu wird es wesentlich mehr Grafik-Auflösungen und auch eine Unterstützung für Breitbandformate geben.

Komfortabler quatschen

GC-First-Look: Geheimakte 2Auch die Bedienung wurde leicht überarbeitet: So findet man ab sofort die Beschreibung eines manipulierbaren Objekts in Form eines Tooltips am Mauszeiger. Außerdem erfuhr die Dialogsteuerung eine größere Umarbeitung, da es offenbar im Vorgänger nicht immer klar war, ob man sich noch im eigentlichen Spiel oder im Dialog mit anderen Personen befand. Bei den teils umstrittenen Spielhilfen wird sich nichts ändern: Noch immer erfährt man auf Knopfdruck, welches Objekt man in dem jeweiligen Raum benutzen kann und wo die Ausgänge liegen.

Ansonsten verlassen sich die Entwickler auf die Stärken von „Geheimakte Tunguska“, bauen diese aber teilweise noch etwas aus: Mindestens vier verschiedene Personen soll man im Verlaufe des Spieles steuern können. Und auch den netten kooperativen Rätsel-Modus, bei denen sich zwei Figuren gegenseitig unter die Arme greifen müssen, um weiter zu kommen, wird es zum Ende des Spiels wieder geben. Auch die Fülle an interessanten Schauplätzen, zum Beispiel Paris oder auch Indonesien, sollte zur Motivation beitragen. Die Entwickler sprachen im Rahmen der GC von einer ordentlichen Spieldauer von 15 Stunden, allerdings nur, wenn man die erwähnten Hilfen spärlich einsetzt. Ansonsten könnte es wohl auch passieren, dass das neue Abenteuer von Nina und Max, das im April 2008 erscheinen soll, schon nach acht Stunden vorbei ist.


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