10.09.2007 – Redakteur: Nicole
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Endlich war es soweit. Alone in the Dark wurde uns nach einiger Wartezeit auf der Games Convention präsentiert und brachte zwar nicht viele, aber dafür schöne Einblicke in das mit Spannung erwartete Action-Adventure. Atari und Nour Polloni, Produzentin bei Eden Games, stellten uns eine Techdemo vor, die wirklich schon ganz nett anzusehen war. Ohne zu große Begeisterung ausbrechen lassen zu wollen: Dieses Gruselspiel könnte tatsächlich ein würdiger Nachfolger der Survival-Horror-Reihe werden.
Physik. Das war der Schwerpunkt unserer Präsentation. Keine großen Kämpfe, keine Trailer-Shows, einfach das simple Spiel zwischen den Elementen. Doch wir wollen nicht vorgreifen. Alone in the Dark hat endlich einmal die Wirklichkeit ins Spiel geholt, denn das Inventar-System, das uns ausführlich vorgestellt wurde, war einfach klasse. Hier verschwinden nicht unzählige Gegenstände in eine nicht sichtbare Riesentasche, sondern alles hat einen durchaus nachvollziehbaren Platz. So öffnet man via Knopfdruck einfach seine Jacke und zoomt in die Egoperspektive, der mit einem seichten Schwenker nach unten den Blick hinunter in die Innentaschen darstellt. So kann man sich alles ansehen, was man im Laufe der Zeit eingesammelt hat. Jeder Gegenstand benötigt seinen Raum und man hat das Gefühl, als würde man selbst seine Innentaschen kontrollieren. Dort finden sich dann kleine Gasbomben, eine Taschenlampe, Erste-Hilfe-Spray oder Tape-Rollen, die sich wunderbar kombinieren lassen.
Sollte es im Spiel mal hektisch sein, genügt auch einfach ein Kurzbefehl und man darf Gegenstände schneller auswählen. So erspart man sich im Eifer des Gefechts lange „Jacke auf, Jacke zu“-Handlungen. Einfallsreich und schön anzusehen ist das Inventar-System auf diese Art und Weise auf jeden Fall, nur halt streckenweise vielleicht etwas unhandlich.
Alone in the Dark läßt einem jeden Freiraum, um mit der Umgebung zu agieren. Fast alles kann brennen. Darum Vorsicht, wenn ihr gerne kokelt. Brennt erst einmal ein Monster lichterloh und streift dabei zum Beispiel einen Holzstuhl, fängt dieser sofort Feuer und wenn man nicht aufpasst die Umgebung gleich mit. Wem die Angelegenheit zu heiß wird, der kann zur Not noch einen Feuerlöscher bedienen. Sollte man dagegen auf „McGiver-Spiele“ stehen, darf man fleißig mit allerlei Objekten herumexperimentieren, bis man keine Lust mehr hat. Ihr könnt beispielsweise eine Dose mit brennbarem Inhalt nehmen, Kleber an dieser befestigen, dann noch ein Loch in die Dose stechen und ab damit in die Monsterhorde. Während des Wurfes bildet sich auf dem Boden eine dynamische, flüssige Spur, die euch und den Gegner verbindet. Jetzt nur noch das Feuerzeug aus der Tasche geholt und die Fährte anzünden. Schon hat man eine richtig nette Explosion. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Egal ob altes Rohr, Stromkabel oder Wasseroberflächen - so gut wie alles kann benutzt und logisch kombiniert werden.
Der Rest ist fast schon Kür: Tische zersplittern, wenn man zuschlägt, Türen dellen ein und sobald Protagonist Jack auch nur in die Nähe von Feuer kommt, hält er schützend sein Hand vors Gesicht. Die Grafik präsentiert sich dabei sehr realistisch und herrlich düster. Hier möchte man im Leben nicht sein. Das unwohle Gefühl setzt schon beim bloßen Zusehen ein, wenn sich Jack durch den schmutzigen Kanal kämpfen muss. Leider gab es noch keine Außenareale zu sehen, der Central Park muss also noch warten. Doch die Grafik, bei der vor allem die Licht- und Schatten-Verhältnisse brillierten, war in diesem Abschnitt schlichtweg überzeugend echt.
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