Nur ein verzweifelter Spieler setzt alles auf einen Wurf.

PC-Preview: Armed Assault 2

19.11.2008 – Redakteur: Sebastian


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Südwestlich der tschechischen Hauptstadt Prag erstreckt sich eine Landschaft, in der sich flache Hügel, von kleinen Wäldern flankiert, bis an den Horizont erstrecken. Dazwischen befinden sich kleine Dörfer, die durch kleine, meist holprige Straßen miteinander verbunden sind. Und zwischendrin erspäht man immer wieder einen verfallenen Fabrikschlot oder eine baufällige Produktionshalle.

Armed Assault 2
Redakteur Sebastian (l.) und Bohemia-Chef Marek Spanel (r.)

Kenner des legendären Militär-Taktik-Shooters „Operation Flashpoint“ würden sich hier wie zu Hause fühlen, weswegen es nicht verwundert, dass sich der Entwickler dieses Klassikers aus dem Jahre 2001, Bohemia Interactive, inmitten dieser Szenerie häuslich niedergelassen hat. Der Firmensitz liegt knapp 40 Kilometer entfernt von Wenzelplatz und Karlsbrücke, in der Kleinstadt Mnisek pod Brdy, und genau dorthin wurden Ende Oktober zahlreiche Journalisten zu einem Vor-Ort-Termin der ganz besonderen Art eingeladen: dem „Boot Camp“ von „ARMA II“, dem neuesten Werk der Tschechen. Wir ließen uns weder von „Hundemarken“ und Tarnnetzen, noch von grimmig dreinschauenden und darüberhinaus auch noch bewaffneten Bohemia-Mitarbeitern einschüchtern, um die neuesten Impressionen zu dem ambitionierten Spiel einfangen zu können.

Das Wunschkind

Sebastian lässt sich ARMA2 zeigenIn dem ein wenig an ein skandinavisches Landhaus erinnerndem Hauptquartier von Bohemia trafen wir auf Marek Spanel, Chef und Lead-Designer in Personalunion, der uns nicht nur die Fortschritte von „ARMA II“ seit der letzten Präsentation auf der GC in Leipzig demonstrierte. Vielmehr plauderte er auch ausführlich und erstaunlich ehrlich über den vor zwei Jahren erschienenen Vorgänger „Armed Assault (ARMA)“ und die mit diesem Spiel verbundenen Probleme. Er bezeichnete ARMA als eine Art „ungewolltes Kind“, das unter einem enormen Erfolgsdruck und dem Eindruck der Reibereien mit dem „Flashpoint“-Publisher Codemasters entstanden sei. Natürlich habe das Endergebnis nicht dem entsprochen, was man den Fans eigentlich geben wollte. Marek wies aber auch darauf hin, dass das Spiel durch die zahlreichen Patches und dem unlängst veröffentlichten neuen „Warfare“-Modus wesentlich verbessert worden sei, was sowohl von Fans als auch der Fachpresse honoriert wurde. Der Entwicklung von „ARMA II“ kämen laut Marek diese positiven Erfahrung der letzten Zeit in besonderem Maße zu Gute, weil viele Fehler von Anfang vermieden worden seien und auf bereits bewährte Spielelemente aufgebaut werden konnte.

Der aktuelle Entwicklungsstand, der von Marek und seinen Kollegen in einem ein wenig rustikal anmutenden und mit Militärsouvenirs ausgestatteten Heimkino vorgeführt wurde, belegt diese grundsätzliche Aussage: „ARMA II“ will das Rad seiner Vorgänger „Operation Flashpoint“ und „ARMA“ in vielen Bereichen nicht neu erfinden, sondern vielmehr authentischer, komplexer und schöner sein. Die präsentierten Fakten sprechen schon eine deutliche Sprache: Über 50 Städte und Dörfer, verbunden mit einem über 300 Kilometer großen Straßennetz (an denen nahezu 1900 Straßenschilder stehen), machen sich auf den 225 Quadratkilometern breit, die „ARMA II“ als Spielwelt aufbietet. Hier trifft man auf mehr als 200 unterschiedliche Charaktermodelle, kann mit 136 Fahrzeugvarianten das Gelände durchpflügen und dabei mit 81 Waffenarten hantieren. Und wer sich schon immer mal gewünscht hat, in einem Militär-Shooter Mountainbike zu fahren, wird auch dazu Gelegenheit haben.


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