Neid ist das Rezept der Mittelmäßigen.

Preview: Operation Flashpoint: Dragon Rising

10.08.2009 – Redakteur: Martin


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Manche Realismus-Shooter gehören zu zeitlosen Evergreens, die auch nach fast einem Jahrzehnt noch eine Menge Fans anziehen können. Zu diesen Spielen gehört sicherlich auch Operation Flashpoint, das 2001 in die Läden kam und einen etwas ungewöhnlichen Weg beschritt. Das Game legte nämlich mehr Wert auf Teamplay sowie das Einhalten von abgesprochenen Taktiken und setzte einiges an Strategieverständnis voraus. Im Multiplayer-Modus kam das natürlich besonders gut bei den Spielern an, die mehr militärischen Realismus wünschten. Verloren hatten vor allem diejenigen, die eher von simplen Deathmatch-Scharmützeln ausgingen. Auch die Charaktere, die sich lieber im Alleingang durch die Maps kämpften, um sich anschließend in den Rankings beweihräuchern zu lassen, hatten hier kaum Erfolgsaussichten. Nach einigen Streitereien um die Namensrechte entwickelten die damaligen Programmierer das Spiel unter dem Namen Armed Assault weiter, das auch in diesem Jahr bereits eine Fortsetzung fand.

Aus den Fehlern der anderen lernen

Operation Flashpoint: Dragon RisingEin Konkurrenzkampf ist also zu befürchten gewesen. Während Armed Assault 2 also kürzlich zumindest releasemäßig die Nase vorn hatte, verbrachte man noch ein wenig mehr Zeit mit dem Feinschliff von Operation Flashpoint 2. Aus sicherer Entfernung konnte Publisher Codemasters beobachten, wie ArmA 2 von den Kritikern wegen seiner hohen Bugdichte unter Beschuss geriet. Diese Fehler galt es unbedingt zu vermeiden. Als man uns die Vorschau-Version in die Hand drückte, waren wir natürlich umso gespannter: Wie wird das lang erwartete Produkt ausfallen? Wird die Anspielfassung überhaupt aussagekräftig genug sein, um Prognosen wagen zu können? Zwei Missionen wurden uns zum Bestaunen überlassen, mit denen wir uns ein Bild machen konnten. Das sollte ausreichen, um sich schon einmal vorab auf der Insel umzuschauen, auf der in wenigen Minuten nach der Installation die Hölle des Krieges losbrechen soll.

Dabei gibt es viel zu entdecken, denn die Insel ist frei begehbar, und wie der Auftrag von den Soldaten ausgeführt wird, ist dem Spieler überlassen. Es zählt einzig und allein der Erfolg. Das Eiland rückt im Jahre 2011 plötzlich in das Interesse der Chinesen und der Amerikaner, nachdem dort Öl entdeckt wurde. Vorher war sie eine Insel, der keine Weltmacht mehr seit dem Zweiten Weltkrieg Beachtung geschenkt hat. Da nun jeder scharf auf die Bodenschätze ist, ist man auch bereit, militärisch die Muskeln spielen zu lassen. Beide Armeen sind bestens ausgerüstet, haben gute Ortskenntnisse und sind bereit, den Feind aus dem Feld zu schlagen. Auf der Seite der Amerikaner muss man in dem Gebiet landen, den Vormarsch gewährleisten und Meter für Meter unter eigene Kontrolle bringen. Aber die Chinesen erwarten die ankommenden Soldaten nicht mit leeren Händen.

Vom Himmel hoch, da komm´ ich her…

Operation Flashpoint: Dragon RisingDie Schwierigkeitsgrade sind übrigens nicht an der KI oder Stärke der Feinde auszumachen, sondern in den Infos, die das HUD preisgibt. Im Hardcore-Modus muss man sich durch das Gelände schlagen, ohne Orientierungspfeile, Munitionsanzeige oder erläuternde Textnachrichten serviert zu bekommen. Treffer können nur erahnt werden und bei den Nachtmissionen werden Hardcore-Einsätze zum Tanz auf dünnem Eis. Zusätzlich ist das Areal nicht gerade klein – zwar wird per Funkspruch bekannt gegeben, in welcher Himmelsrichtung das nächste Ziel zu finden ist, aber man muss schon guten Orientierungssinn mitbringen. Man kann schließlich überall hinmarschieren, also auch in die falsche Richtung. Zuerst muss aber die Landung auf der Insel vorbereitet werden. Die Schiffe legen an, die Panzer rollen aufs Land und als Infanterist soll man den Vormarsch sichern. Überall könnten Panzerabwehrstellungen aufgebaut worden sein. Zusätzlich patrouillieren kleinere Trupps und sichern die Anlagen des Feindes. Kommt der eigene Panzerkonvoi zum Stillstand, ist er leichte Beute für die Abwehrtruppen, die sich bereits auf der Insel eingenistet haben. Wenn der Widerstand an bestimmten Punkten zu groß ist, kann auch Luftunterstützung angefordert werden. In manchen Missionen muss man selbst einen Helikopter fliegen und die Bodentruppen absichern. Der Einsatz wird aber auch nicht abgebrochen, wenn ein Teil des Auftrags nicht ausgeführt werden konnte. Allerdings hat es der Spieler dann schwerer mit dem weiteren Verlauf. Panzerunterstützung ist nun einmal ein schlagkräftiges Mittel gegen eingeigelte Infanteristen. Wenn keine Panzer zur Verfügung stehen, muss das eigene Squad eben ran und die Nester ausheben.


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