04.09.2005 – Redakteur: Matthias
Am 01.09 luden Atari und Shiny Entertainment zu einer exklusiven Pressekonferenz zum gemeinsamen Projekt The Matrix: Path of Neo. Als Ort des Geschehens wurde der Mathäser Filmpalast im Herzen Münchens gewählt, bei dem es sich um das neueste und modernste Kino der bayerischen Landeshauptstadt handelt. Es wurde im Jahr 2003 eröffnet und kurioserweise war der Eröffnungsfilm des gesamten Kinokomplexes „Matrix Reloaded“. Somit haben die beiden Firmen also wahrscheinlich unbewusst einen sehr passenden Ort für ihre Präsentation gewählt.
Wie groß das Interesse an The Matrix: Path of Neo ist, zeigte allein schon die große Anzahl an Kollegen, die wie DemoNews dem Ruf „des einen Auserwählten“ gefolgt waren. Im Kinosaal 14 begrüßte Stefan Weyl, PR-Manager von Atari Deutschland, kurz die anwesenden Presse-Vertreter und übergab umgehend an David Perry, Präsident und Gründer von Shiny Entertainment. Perry dürfte den meisten Spielern ein Begriff sein, ist er doch einer der bekanntesten Entwickler in der Spiele-Industrie und versorgte uns sein Unternehmen seit 1993 mit Spielen wie Earthworm Jim, MDK, Sacrifice und auch Enter The Matrix.
Als erstes ging Perry auf das Phänomen Matrix bzw. das o.g. Enter The Matrix ein. Trotz eher verhaltenen Bewertungen der Presse verkaufte es sich weltweit über 6 Millionen Mal, was für einen Umsatz von 250 Millionen Dollar sorgte. Somit war klar, dass es bei solch einem Erfolg einen Nachfolger geben würde. Doch wolle man in diesem auf die Kritiken der Presse und Spieler eingehen. Dies begann schon bei der Auswahl der Spielfigur. In Enter The Matrix spielte man nur die Rolle von Niobe, die in der eigentlichen Matrix-Story nun nicht so sehr herausragt. Daher gab es für das neue Matrix-Spiel nur eine Wahl, nämlich das Schicksal „des einen Auserwählten“ und somit Neo selbst dem Spieler als Protagonist zur Verfügung zu stellen. Oder um es mit den Worten von Perry zu beschreiben: „ Was ist ein Spiderman-Film ohne Spiderman oder ein Batman-Spiel ohne Batman?“ So stand fest, dass das neue Spiel The Matrix: Path of Neo heißen würde.
Shiny bekam dafür die Lizenzrechte aller drei Kinofilme sowie für die Anime-Kurzfilm-Sammlung Animatrix. Eine Befragung unter den Matrix-Fans ergab allerdings, dass der erste Matrix-Film eindeutig der beliebteste ist, weswegen der Schwerpunkt des Spiels auch auf diesen gelegt wurde. Natürlich werden aber die anderen Produktionen nicht außen vor gelassen, im Gegenteil, denn Perry versprach für The Matrix: Path of Neo einen alternativen Ausgang, der auch über die Handlung von Matrix Revolution hinausgehen wird. Dass dies nicht ohne Erlaubnis der Matrix-Erfinder Andy und Larry Wachowski passieren kann, versteht sich von selbst. Dies war aber auch kein Problem, denn die beiden sind von vornherein eng an der Produktion des Spiels beteiligt gewesen und haben in einem Drehbuch genau festgelegt, was in dem Spiel passieren darf bzw. wie die Storyline voranschreitet. Sie haben außerdem eine Art Directors Cut der Trilogie erstellt, der in den Zwischensequenzen von The Matrix: Path of Neo zu sehen ist.
Das Game wird am 17. November für Xbox, PC und Playstation 2 erscheinen, in der Präsentation ging es aber ausschließlich um die Version für die Sony-Konsole. Perry wählte diese Fassung, um zu zeigen, was Shiny aus der (technisch) ältesten der drei Plattformen noch herauszuholen vermag. Anhand verschiedener Bilder z.B. eines Abwasserkanals, einer asiatisch angehauchten Innenstadt oder einer U-Bahn-Station zeigte er das Aussehen eines typischen PS2-Levels, heißt der Boden und die Wände sind alle etwas farbarm und die Lichteffekte äußerst spärlich. Danach präsentierte er die gleichen Orte, wie sie in The Matrix: Path of Neo aussehen werden. Nämlich sehr viel detaillierter, bunter, lebendiger mit realistischen Lichteffekten, die sich beispielsweise im Wasser spiegeln. Perry meinte, dass Sony selbst kaum für möglich hielt, was Shiny aus der PS2 noch herausholte und dass The Matrix: Path of Neo daher das einzige Game überhaupt für die PS2 sei, welches diese Darstellungstechnik nutze.
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