Lieber stehend sterben als kniend leben.

PC-Review: World of Warcraft: The Burning Crusade

22.01.2007 – Redakteur: Jan


Seite: 1 | 2 | Fazit | Reisebericht | Reisebericht - Teil 2

Mitternachtsverkäufe, Panikattacken, dichtes Gedränge vor den Elektromärkten und sogar eine Erwähnung in den TV-Nachrichten - nur wenige Computerspiele können eine derartige Hysterie auslösen wie das lang erwartete Addon zum Mega-Onlinerollenspiel World of Warcraft, allein der dritte Teil der Command & Conquer_Reihe dürfte dieses Jahr noch ähnliches bewirken. Genau zwei Jahre nach Veröffentlichung des Hauptprogramms bringt Blizzard mit The Burning Crusade also endlich eine kostenpflichtige Erweiterung für das beliebteste MMORPG heraus. Wir beleuchten in unserem Test, was das Addon an Neuigkeiten bietet und lassen in einem kleinen Reisebericht den jungen Draenei-Helden Nixnick zu Wort kommen, der über seine ersten Stunden in The Burning Crusade berichtet.

Gigantisch: die CE-Version

World of Warcraft: TBC Collectors EditionDer Brennende Kreuzzug erscheint in zwei Versionen. Neben der etwa 35 € teuren Standardfassung, die lediglich vier CDs, den Onlinekey sowie ein kleines Handbuch enthält, gibt es auch noch die deutlich umfangreichere Collector´s Edition, die allerdings mit knapp 100 € ein tiefes Loch in die Tasche reißt. Auch wenn der Preis sicherlich recht hoch angesetzt ist, sollte man doch zumindest mal einen Blick auf die CE-Version geworfen haben. In einer fetten Verpackung befinden sich neben dem Spiel noch eine hörenswerte Soundtrack-CD, ein hübsches Mauspad, ein qualitativ hochwertiger Bildband mit Impressionen aus WoW, eine Making-of-DVD, ein Starter-Deck für das WoW-Trading Card-Game, das Spiel auf einer DVD und ein exklusives Haustier für seinen Helden. Leider hat Blizzard bei der europäischen Collector´s Edition bei dem beiliegenden Pet, einem süßen Netherwelpen, ein wenig geschlampt. Da Blizzard die Onlinekeys der beiden Versionen nicht auseinander halten kann, muss man für das Pet nun wirklich eine Kaufbestätigung der Collector´s Edition nach Frankreich per Post schicken, umständlicher geht es kaum. Mit Ausnahme dieser Ungereimtheit macht die CE aber einen erstklassigen Eindruck und dürfte sicherlich einer der besten Special Editions der Spielegeschichte sein.

Der Start

World of Warcraft: The Burning CrusadeAbgesehen von den interessanten Beilagen und dem spielerisch unbedeutenden Pet ist das Spiel selbst in beiden Versionen natürlich identisch. Nach einer längeren Installation, bei der man sich bei der CD-Ausgabe als Disc-Jokey betätigen darf, muss man seinen Account zunächst einmal für Burning Crusade mit dem beiliegenden Key frei schalten. Dafür muss man allerdings ein aktives WoW-Konto besitzen, denn einen Gratismonat, wie das Hauptprogramm damals, schenkt einem das Addon leider nicht. Hat man alle Schritte vollzogen und auch die nötigen zwei bis drei Patches installiert, darf man sich endlich an der abermals fulminant präsentierten Introsequenz von The Burning Crusade erfreuen, unterlegt von einem bombastischen Soundtrack. Nach der gelungenen Einstimmung auf den brennenden Kreuzzug hat man dann die Qual der Wahl. Entweder spielt man mit seinem bereits vorhandenen Helden weiter und erkundet die neuen Gebiete in der Scherbenwelt oder man beginnt komplett von vorne und startet mit einem der beiden neuen Völker.

Neue Völker braucht die Welt

World of Warcraft: The Burning CrusadeDas neue Volk auf Seiten der Allianz nennt sich die Draenei. Gespielt werden kann das außerirdische Volk von Paladinen, Magiern, Kriegern, Jägern, Priestern oder Schamanen. Währenddessen wird die Horden-Fraktion mit den Blutelfen um ein Volk reicher, hier stehen als spielbare Rassen Schurke, Hexenmeister, Paladin, Jäger, Magier und Priester zur Wahl. Auffallend: Erstmals darf man nun auch als Allianzspieler einen Schamanen kontrollieren und als Anhänger der Horde mit Paladinen in den Krieg ziehen. Natürlich haben beide neuen Völker bestimmten Fähigkeiten. So beherrschen die Draenei beispielsweise mit der Gabe der Naaru einen einfachen Heilzauber, wodurch es auch magieunbegabten Klassen möglich ist, sich zu heilen. Außerdem haben die Draenei einen 5 Punktebonus auf den neuen Beruf des Juwelenschleifens. Die Blutelfen haben dagegen einen 10 Punktebonus auf Verzauberkunst und mit dem Arkanen Strom einen Zauber, der Gegner verstummen lässt und das Mana erhöht.


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