Das Leben ist eine Reise, kein Ziel.

PC-Review: Infernal

27.02.2007 – Redakteur: Sven


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DemoNews.de war eines der ersten deutschen Magazine, das im Juni 2005 den neuesten Action-Shooter aus dem Hause Metropolis Software vorstellte. Damals hieß der indirekte Nachfolger von Aurora Watching noch Diabolique – Licence to Sin, einige Monate später folge die Umbenennung in Infernal. Nun ist das Spiel des Warschauer Entwicklers erhältlich. Ob der diabolische Kampf gegen die Agenten des Lichts mehr als nur stupide Ballerkost ist? Schauen wir mal...

Ryan Lennox ist cool!

InfernalUrsprünglich hatte der Held von Diabolique keinen Namen und auch keine umfangreichere Story, doch zum Glück entschied man sich während der Entwicklung für einen Protagonisten mit Charakter und einer eigenen Geschichte. Ihr übernehmt die Rolle von Ryan Lennox, einem ehemaligen Spezialagenten von EtherLight. Er war also sozusagen für den Himmel tätig, um gegen die Lakaien der Hölle zu kämpfen und sich für ein Gleichgewicht zwischen Gut und Böse einzusetzen. Eigentlich wollte er ein recht normales Leben führen, aber natürlich kommt etwas dazwischen. Besagte Balance scheint sich langsam zu Gunsten von EtherLight zu verschieben und daher heuert ihn die Konkurrenz von Abyss an. Der Auftrag lautet, gegen seinen ehemaligen Brötchengeber vorzugehen, der eine fiese Technologie entwickelt hat, um den Menschen ihren freien Willen zu nehmen. Und da sämtliche Agenten von Abyss bereits von EtherLight getötet wurden, ist Ryan der einzige Soldat, der das bevorstehende Unheil noch aufhalten kann. Doch Abyss verfolgt weitere Pläne....

Zugegeben: Die Geschichte mag nicht weltbewegend sein, doch Ryan Lennox ist ein sympathischer Kerl. In den zahlreichen Ingame-Zwischensequenzen hat er oft einen lockeren Spruch parat, hier leisten sogar die deutschen Sprecher richtig gute Arbeit. Zudem werdet ihr immer einen roten Faden entdecken, das heißt die einzelnen Missionen sind nicht zusammenhangslos aneinander gekettet – so wie es bei manchen Action-Shootern der Fall ist.

Los geht´s

InfernalNüchtern betrachtet handelt es sich bei Infernal um einen 3rd-Person-Shooter im Stil von Aurora Watching, Resident Evil 4 oder Max Payne. Diese Beispiele sind nicht zufällig gewählt, denn es gibt rein spielerisch einige Ähnlichkeiten, die ihr schon nach recht kurzer Zeit erkennen werdet. Genretypisch steuert ihr Ryan mittels der WASD-Tasten durch die Abschnitte und visiert mit der Maus die Gegner an. Mit der linken Maustaste wird geschossen, zusätzlich könnt ihr ein Deckungsfeuer starten, mit dem Mausrad Waffen wechseln und gelegentlich müsst ihr über Hindernisse springen. Dank der unzähligen Gegner gibt es nur selten Verschnaufpausen, Infernal legt wirklich viel Wert auf Nonstop-Action ohne ausschweifende Taktik-Elemente. Zweifelsohne würde dies allein schon nach zehn Minuten keinen Spaß mehr machen und daher wurden uns einige neckische Features spendiert. Denn Ryan hat ein paar diabolische Eigenschaften, von denen er intensiv Gebrauch machen kann und muss. Ein wichtiges Element ist Mana, ein besonderer Magievorrat, den er neben seinen Lebensenergie besitzt. Durch das Töten von Kontrahenten füllt sich die Mana-Anzeige auf, ebenfalls kann er die Leichen sozusagen aufsaugen und damit seinen Lebenssaft maximieren. Damit werdet ihr nicht nur geheilt, sondern zugleich sammelt ihr zum Beispiel Munition oder Codekarten der Getöteten auf. Was anfänglich wirklich hübsch aussieht, wird allerdings nach ein paar Stunden Spielzeit ziemlich nervig, denn ihr seid immer dazu gezwungen, zu saugen, zu saugen, zu saugen...damit ihr überhaupt eine Überlebenschance bei dem steigenden Feindaufkommen habt. Zudem ist Munition dezent knapp bemessen und in manchen Abschnitten seid ihr dadurch krampfhaft auf der Suche nach neuen Fieslingen, die ihr erlegen und absorbieren könnt.

Und Ryan hat noch mehr im Angebot. Jede reguläre Waffe lässt sich durch die Mana deutlich verbessern. Aus einer Pistolenkugel wird ein schicker Feuer-Schuss und aus dem Maschinengewehr donnert es wahrlich beeindruckende Feuer-Salven – solltet ihr die Magie-Verstärkung nutzen. Im Grunde lässt sich dadurch fast jedes Tötungswerkzeug noch effektiver machen. Allerdings sei gesagt, dass das Waffenarsenal insgesamt nicht ungewöhnlich groß ist: Raketenwerfer, Laserpistolen, Schuriken, Flammenwerfer, Sturmgewehre, Strahlenwaffen und Scharfschützengewehre stehen mit der Zeit zur Auswahl, auch abhängig von dem jeweiligen Level. Und sollte euch einmal ein Gegner auf den Leib rücken, dürft ihr noch ein paar Nahangriffe starten. Hier beschränken sich die Attacken auf einen normalen und einen Höllen- Angriff. Zum Glück müsst ihr diese recht selten verwenden.


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