Macht besitzen und nicht ausüben ist wahre Größe.

PC-Review: Test Drive Unlimited

19.03.2007 – Redakteur: Dirk


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Test Drive gehört zweifellos zu den Titeln, mit denen auch die betagteren Spieler etwas anfangen können. Damals zeichnete sich Accolades Autosimulation durch zahlreiche technische Innovationen aus. Allein die Cockpitsicht war zu der Zeit nahezu revolutionär. - Ich erinnere da ganz besonders an die durch Vogeldreck verunreinigte Frontscheibe, die nicht selten für ein staunendes Schmunzeln gesorgt hatte. In den darauf folgenden Jahren erschienen einige, ausgenommen von Teil zwei, weniger spektakuläre Fortsetzungen. Jetzt, gut zwanzig Jahre später, wagt sich Atari mit einer Neuauflage des Klassikers an den Start. Die zunächst für die Xbox 360 erschienene Simulation hält schließlich auch auf dem PC Einzug und verspricht das Rennspiel-Genre neu zu definieren. Wie und ob es Test Drive Unlimited schafft, neue Maßstabe zu setzen, haben wir für euch herausgefunden.

Reif für die Insel?

Test Drive UnlimitedWer sich seinen Urlaub unter Palmen liegend und Ruhe genießend vorstellt, sollte sich auf keinen Fall in der Warteschlange zum Flug auf die Hawaii-Insel O´ahu einreihen. In diesen Tagen wird es dort nämlich alles andere als erholsam vorgehen. Tausende Touristen haben sich angekündigt, um die Straßen des Inselparadieses in ein riesiges Rennspektakel zu verwandeln. Die Autohändler freut es, denn die haben Hochkonjunktur und werden so manche Rarität aus ihren Garagen rollen. Wir brauchen weder Ruhe noch Erholung und nehmen den nächsten Flieger zum Ort des Geschehens. Zu Beginn benötigen wir, beziehungsweise unser Fahrer, ein passendes Aussehen. Im umfangreichen Editor geben wir unserem Charakter ein ganz individuelles Gesicht und schon kann es losgehen. Der erste Weg führt zu Autovermietung, schließlich hat man es in Tagen wie diesen auf O´ahu als Fußgänger alles andere als leicht. Die Schlüssel für das Mietfahrzeug in der Hand, geht´s hinters Cockpit und sogleich zum nächsten Immobilienhändler.

Nach ausführlicher Inspektion und unter wachsamer Betrachtung unserer Finanzlage, entscheiden wir uns für ein passendes Häuschen mit dazu gehörigen Garagen. Da sich die Neider der Nachbarn sehr begrenzt halten, wenn man nur mit einem gemieteten Fahrzeug vorfährt, wird unser nächster Schritt der Kauf eines Autos sein. Zu Beginn ist die Auswahl hiesiger Autohändler noch beschränkt. Egal, für den Anfang muss es ja nicht gleich ein Ferrari sein. Von nun an, wo wir für Unterkunft und Untersatz gesorgt haben, wissen wir, wie die Dinge auf O´ahu laufen und haben unsere Karriere in eigener Hand.

Insgesamt 1.600 Kilometer umfassen die Straßen der Sonneninsel. Gut, dass es für jedes Fahrzeug ein passendes GPS-Navigationssystem gibt. Dessen Bedienung ist spielend leicht. Wir visieren den Punkt unserer Wahl auf der Karte an und werden von der freundlichen Stimme des Systems an Ort und Stelle navigiert. Punkte, an denen wir bisher noch nicht waren, müssen immer auf der Straße zurückgelegt werden. Später springen wir automatisch dorthin.

Ohne Moos nichts los

Test Drive UnlimitedNun geht es darum, Geld zu verdienen, schließlich haben uns die letzten Anschaffungen einer Menge des benötigten Zahlungsmittels beraubt. Verdienstmöglichkeiten gibt es auf der Insel allerdings reichlich. Im Mehrspielermodus stehen sowohl online als auch offline Herausforderungen zur Auswahl. Die Aufgaben reichen von herkömmlichen Wettrennen, wo es darum geht, als erster die Ziellinie zu erreichen, über Radarfallen- und Beschleunigungsrennen bis hin zu normalen Zeitrennen. Zusätzlich kann man sich an einer der Überbringer oder Anhaltermissionen üben. Bei ersteren geht es darum, ein besonders wertvolles Auto von A nach B zu bringen, ohne dass dieses Schaden nimmt. Eine Zeitbegrenzung gibt es dabei nicht. Einziger größerer Schwerpunkt ist, dass die zurückzulegende Strecke oft sehr lang ist, sodass man durchaus mal eine halbe Stunde als konzentrierter Pilot herhalten muss. Dafür sind die Belohnungen für diese Aufgaben, vorausgesetzt man beschädigt das Fahrzeug nicht, sehr großzügig gehalten. Die Anhaltermissionen gestalten sich ähnlich, nur sitzt uns hier die Zeit im Nacken. Wir gabeln einen Anhalter auf und bringen ihn zum Ort seiner Wahl. Da es sich bei unseren Passanten um sehr sensible Zeitgenossen handelt, werden sie den Wagen verlassen, wenn wir zu oft kollidieren oder die Fahrbahn verlassen. Sind sie zufriedenstellend chauffiert wurden, schenken sie uns einen Gutschein für neue Outfits, die wir später in der Boutique einlösen können.


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