07.04.2007 – Redakteur: Amdy
Rising Star verfrachtet ein weiteres Remake der ´Bubble Bobble/Rainbow Islands/New Zealand Story´-Saga nach Europa. Bislang sahen die Ergebnisse eher mau aus: ´Bubble Bobble Revolution´ (DS) war hässlich und langweilig, ´Rainbow Islands Revolution´ (DS) wurde um das spaßige Grundkonzept beraubt, ´Bubble Bobble Evolution´ (PSP) stellte einen neuen Negativrekord in Punkto Ladezeiten dar und einzig ´New Zealand Story Revolution´ (DS) glich einem putzigen, wenn auch kaum aufgebohrten Remake. Jetzt kommt ein neues ´Rainbow Islands´ exklusiv für den Sony PSP... und natürlich tendiert die Qualität eher in Richtung ´unterirdisch´ als ´dem Original gerecht´.
Die Story interessiert mich keinen Meter, ich will Regenbogenspaß pur: Es gibt sieben Haupt- plus drei Bonus-Inseln, jede davon ist wiederum in drei Abschnitte plus einem abschließenden Endgegner aufgeteilt. Im Gegensatz zum Ur-´Rainbow Islands´ beschränkt sich die ´Evolution´ nicht auf zwei Dimensionen: Ihr könnt euch auf einer von drei Ebenen aufhalten, welche ihr mittels schwebender Plattformen wechselt. Befindet ihr euch in der vordersten Ebene, könnt ihr alles im Hintergrund prima überblicken. Steht ihr jedoch in der hintersten, seht ihr auch nur diese, weshalb ihr an mehreren Gegnern und Gegenständen vorbeihuscht.
Sei es drum, auf den ersten Blick hat sich konzeptionell wenig geändert: Ihr steuert wahlweise Bubby oder Bobby von unten nach oben, in dem ihr entweder von Plattform zu Plattform hüpft oder einen Regenbogen nach dem anderen schlagt, auf denen ihr stückchenweise hoch lauft. Mit selbigen haut ihr auch alle herumfliegenden Monster K.O., wobei ihr alternativ einen Bogen per Draufhüpfen zerstört und alle darunter liegenden Gegner gleichfalls ihr Niedlichdasein beenden. Nächster Unterschied zum Original: Wo damals noch ein einfaches Draufspringen reichte, müsst ihr hier dieses entweder zweimal oder in Verbindung mit dem Drücken des Steuerkreuzes nach unten tun, bevor der Regenbogen zusammenbricht. Das macht einerseits Sinn, weil euch so bei einem versehentlichen Fall ein unter euch liegender Bogen auffängt. Andererseits wird euch das gewollte Zerstören erschwert: Das Doppelgehoppse nervt auf Dauer und das nach unten Drücken funktioniert in schlecht getimten Momenten nicht immer.
Die brillante Idee des Originales, verschiedenfarbige Diamanten zu sammeln, wurde in ´Rainbow Islands Evolution´ einfach gestrichen. Dafür gibt es jetzt den Resonator, eine kleine, selbstständig herumhüpfende Sound-Maschine, mit der ihr praktisch schießen könnt. Dazu müsst ihr euch neben den kleinen Kerl stellen bzw. ihn bei Bedarf zu euch rufen und wie wild mit dem Analog-Pad kurbeln, die Drehrichtung ist dabei egal. Sobald der Resonator voll aufgeladen ist, schießt er einen dicken Regenbogen quer in die hinteren Ebenen. Trifft er einen Gegner, verpufft dieser und der Resonator erhält zu seinem Standard-Megaphon ein weiteres dran geheftet. Sind alle Seiten seiner würfelförmigen Fläche voller Megaphone, steigt er gar einen Level auf und zieht den Endbossen mehr Energie am Stück ab.
Stichwort ´Oberbösewicht´: Dieser taucht nicht nur am Ende einer jeden Insel auf, sondern auch immer mal wieder mitten drin. Diese Unterbrechungen nerven tierisch, weil sie stets mit einer fünf Sekunden langen Zwangspause versehen sind. Die Kämpfe an sich laufen wie folgt ab: Der Endboss verweilt in der hintersten Ebene und schießt in regelmäßigen Abständen auf euch, während ihr wie blöde versucht, ihn mit dem Resonator zu treffen. Das ist leichter gesagt als getan: Ihr müsst an der richtigen Stelle stehen und schnell genug kurbeln, bevor ihr euch einen Konter eures Gegners einfangt. Weil aber der Resonator seinen eigenen Kopf hat und meist zuvor von euch gerufen werden muss, machen diese Gefechte einfach keinen Spaß, zudem sie sich vom Schema her nie ändern.
Am Ende wird dann abgerechnet: Ihr teilt euch die Lebensenergie mit dem Endgegner, wobei jeder am Anfang genau die Hälfte des Gesamten besitzt und bei jedem Treffer vom Getroffenen zum Schützen umverteilt wird. Wer am Ende mehr Energie hat als der andere, der gewinnt. Solltet ihr der Glückliche sein, werdet ihr ein paar Fuß weit nach oben teleportiert. Solltet ihr nicht der Glückliche sein, werdet ihr meist bis an den Anfang des Abschnittes verdonnert. Angeblich erhaltet ihr bei Erfolg noch einen kleinen Vorteil für den späteren, RICHTIGEN Endkampf... den ihr jedoch gar nicht erst brauchen werdet, weil es kaum ein anderes Spiel wie ´Rainbow Islands Evolution´ gibt, bei dem ihr die Spielmechanik so leicht aushebeln könnt.
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