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PC-Review: Sacred 2 - Fallen Angel

09.10.2008 – Redakteur: Jan


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Bugs und Abstürze – das waren die Probleme beim Action-Rollenspiel Sacred vor einigen Jahren zum Release. Für den zweiten Teil versprach Entwickler Ascaron Besserung, doch mehr als ein Versprechen war es scheinbar nicht, denn Bugs und viele Abstürze trüben auch die Spielspaß im zweiten Teil. Geschichte wiederholt sich also doch leider öfters, als einem lieb ist.

Der Patch des Patches

Sacred 2 - Fallen AngelWährend meiner Testsessions mit Sacred 2 störten mich vor allem die häufigen Abstürze. Länger als eine halbe Stunde am Stück konnte ich kaum mal zocken, womit ich nach Recherche in einigen Foren wirklich nicht der einzige bin. Mitten im Spiel erscheint plötzlich eine Fehlermeldung und ich lande zurück auf dem Desktop. Ein erster Patch und ein schnell hinterhergeschobener Hotfix haben an dieser Tatsache bisher nicht viel ändern können, so dass meine Eindrücke von Sacred 2 ein wenig gestückelt daherkommen. Gerne hätte ich mal ein bis zwei Stunden am Stück in die riesige Welt von Ancaria eintauchen mögen. Ärgerlich ist das Neustarten und Laden eines Spielstandes im Grunde nur deshalb, da alle besiegten Feinden sofort wieder an Ort und Stelle sind. Ihr kommt also einfach kaum weiter, wenn ihr euch nicht mindestens bis zum nächsten Speicherkristall durchkämpft. Doch die Abstürze haben dummerweise die Angewohntheit, immer genau dann zu passieren, wenn man kurz vor dem eigentlich Ziel ist. Beim Eintreten in ein größeres Dorf – Absturz. Kurz vor dem Erledigen einer längeren Beschützenmission – Absturz usw.. Und irgendwann fehlt dann einfach jegliche Lust, sich zum wiederholten Male durch die ewig gleichen Gegnerhorden zu kämpfen, die keinerlei Herausforderung darstellen, sondern einfach nur nervig sind.

Gerade im ersten Spieldrittel bekommt ihr es mit unzähligen Kobolden zu tun. So putzig die Kleinen auch aussehen, spätestens nach drei Stunden Spielzeit verflucht ihr sie und freut euch über jedes Wildschwein, das euch über den Weg läuft. Zum Glück ändert sich das im späteren Verlauf. Wirklich schwere Feinde trefft ihr in Ancaria trotzdem relativ selten. Ab und zu tretet ihr mal gegen einen Elitekobold oder einen Räuberhauptmann an, die teils wirklich deutlich mehr Geschick abverlangen als die üblichen Gegnerhorden.

Alle Mann zu mir, alle Mann zu mir, alle Mann zu mir – Sound off!

Sacred 2 - Fallen AngelAls weiter Bugs im Spiel hat mich vor allem ein Soundloop genervt. Immer mal wieder wird euer Held von einem NPC begleitet, der ganz ordentlich an eurer Seite kämpft. Leider wiederholt der Begleiter seine Kampfrufe ständig: Ich wollte einem Soldaten nach ein paar Minuten am liebsten selbst eins auf die Mütze hauen, entschied mich dann aber doch, lieber den Sound komplett auszuschalten, was mangels ewig gleicher Kampfgeräusche und den viel zu oft wiederholenden Phrasen von Freund und Feind sicherlich die bessere Wahl ist. Eher in den Bereich schlampig fällt die Übersicht der Quests. Im Verlauf erhaltet ihr Unmengen von Aufträgen, an fast jeder Straßenecke wartet ein NPC mit einer Aufgabe. Da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Das Questlog hilft hier auch kaum, da erledigte und misslungene Quests wild durcheinander gemischt werden und eine Sortierung kaum möglich ist. Immerhin werden die Zielorte der jeweiligen Quests auf der wirklich hübschen Karte von Ancaria angezeigt, so dass ihr immer wisst, wo es etwas zu erledigen gibt.

Bei den Quests setzt Sacred 2 sehr offensichtlich auf Quantität statt Qualität. Viele der Aufgaben laufen auf langweilige Sammel- oder Tötungsaufträge hinaus, die ich aus Onlinerollenspiel zur Genüge kenne. Die einzelnen Geschichten der Missionen habe ich mir nach einiger Zeit gar nicht mehr erst durchgelesen, da es einfach egal ist, ob ein Bauer seine Hühner oder seine Töchter sucht. Emotionale Verbundenheit mit den NPCs wird nicht hergestellt. Das ist schade, da die von mir gespielte Story von Sacred 2 ziemlich mau präsentiert wird. Eingangs gibt es ein schickes Renderintro, danach liest man mal ab und zu ein paar längere Questtexte, vor allem die der Storyquests, spannend wird es aber eher nicht. Hier hätten sich die Entwickler lieber ein paar mehr außergewöhnliche Aufträge ausdenken sollen.


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