Wer zugibt feige zu sein, hat Mut

NintendoDS-Review: Populous DS

23.04.2009 – Redakteur: Thomas


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Wer wollte nicht schon einmal Gott spielen? 1989 ermöglichte es mir niemand Geringeres als Designerlegende Peter Molyneux und die Spieleschmiede Bullfrog, auf dem Atari-System dieses Bedürfnis zu befriedigen. Populous war revolutionär, seiner Zeit voraus, wahnsinnig komplex und ein Grundstein für das Genre der Strategiespiele. Nun gibt es ein Remake des Kult-Klassikers für den Nintendo DS. Ob das Spiel noch so begeistern kann, wie es seinerzeit an den Bildschirm fesselte, könnt ihr hier nachlesen.

It´s good to be god

Populous DSBei Populous DS geht es wie bei den Vorgängern und natürlich dem 20 Jahre alten Original darum, ein unter der Kontrolle eines gegnerischen Gottes oder Dämons befindliches Volk von der Karte zu fegen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Spieler einerseits für die Vermehrung sowie das Wohlergehen des eigenen Volkes sorgen und dieses siegreich in die Schlacht führen. Andererseits muss man mit Wundern und Katastrophen gegen die feindlichen Lager vorgehen, um die Vergrößerung der Population zu verhindern. Kernaufgabe ist es trotzdem, dem eigenen Volk Platz für die Errichtung des Imperiums zu beschaffen, denn diese können nur auf ebenen Flächen ihre Hütten errichten. Also nutzt der Spieler seine göttliche Macht vor allem, um Terraforming zu betreiben und das Gelände abzusenken oder anzuheben. Je größer die bebaubare Fläche und die Siedlung, desto mehr Einwohner siedeln sich an. Außerdem werden auf größeren Flächen Burgen platziert, die entsprechend schwerer einzunehmen sind. Einzige Regel für das Heben und Senken des Geländes ist, dass auf dem Bildschirm mindestens ein eigenes Gebäude sichtbar sein muss. Bei späteren Szenarien oder Karten darf man die Landschaft ebenfalls nicht verändern, wenn man dadurch ein gegnerisches Gebäude zerstören würde.

Bürger, die sich in den eigenen vier Wänden befinden, beten fleißig und produzieren damit Energie, die für das Wirken von Wundern erforderlich ist. Jedem Gott stehen themenspezifische Wunder und Katastrophen zur Verfügung: von Meteoriten, die in das feindliche Lager einschlagen und flächendeckend das Gelände und damit die Gebäude zerstören, über Erdbeben, Krankheiten und Wirbelstürme dürfte alles vorhanden sein, was ein Nachwuchs-Gott so benötigt. Gerade die großen Katastrophen verbrauchen natürlich besonders viel Energie, welche dann erst einmal wieder aufgeladen werden muss.

Indirekte Macht

Populous DSDen Einwohnern des eigenen Reiches können keine direkten Befehle gegeben werden, doch der Spieler darf einstellen, worauf sie ihren Fokus richten sollen. Standardmäßig bauen sie so intensiv wie möglich ihre Siedlung aus. Wählt man dagegen „Vereinen“, kehren diese in ihre Häuser zurück und vermehren sich. Durch „Versammeln“ finden sich die Untergebenen an einer frei durch den Spieler beweglichen Flagge zusammen. Der erste Bürger, der dort ankommt, wird auch gleich zum Anführer der Gruppe gemacht und kann durch ein göttliches Wunder zu einem besonders starken Krieger befördert werden. Letztlich kann man dann seinen Lakaien den Kampfbefehl erteilen. In diesem Fall greifen sie alles in sichtbarer Nähe an. Dabei zählt die Stärke der Einheiten, aber meist macht es dann doch die Masse.


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