Ich bin ein Optimist, der trotzdem seinen Regenmantel mitnimmt.

PC-Review: Aion

14.10.2009 – Redakteur: Andreas


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Lange Wartezeiten, Lags und Frust – so sah der Start von Aion in Deutschland aus. Dabei ist das Spiel alles andere als neu und seit über einem Jahr in Korea enorm erfolgreich. Doch die Spielgeschmäcker sind halt verschieden, denn während die Asiaten offensichtlich das eintönige Grinden lieben, lechzen wir Westler nach Quests. Deshalb bekam der Rest der Welt von Entwickler NcSoft etliche neue Aufgaben spendiert. Das macht Aion zu einer Mischung aus WoW, Guild Wars und Lineage.

Darum geht´s

AionWenn ihr mit Aion beginnt, ist der große Knall schon vorbei. Irgendwann und irgendwie wurde die Welt Atreia in zwei Hälften gespalten. Auf der unteren sonnenzugewandten Seite leben die schönen Elyos und auf der oberen Seite, in der es kalt und dunkel ist, leben die Asmodier. Beide Fraktionen kämpfen nun gegeneinander und gegen die Baldaur, eine ziemlich gemeine Alienrasse, die für den ganzen Ärger verantwortlich ist. Natürlich laufen auf den beiden Planetenhälften allerlei Getier und ärgerliche Mitbewohner herum, die es zu besiegen gilt. Eingeborene, Spinnen und Geister, aber auch laufende Pilze mit Hut. Dadurch ist für jeden Geschmack etwas dabei. Grob zusammengehalten wird das Ganze durch eine Story-Kampagne, mit der ihr die Geschichte eures Helden erlebt: Ihr wacht auf ohne Erinnerung…naja, der Rest dürfte bekannt sein.

Wer bin ich?

AionAls Spieler wählt ihr entweder die Elyos oder die Asmodier, die Baldaur sind KI-gesteuert. Es gibt vier Klassen: Krieger, Magier, Priester oder Jäger. Nach Abschluss des Tutorials (bis Lvl 10) könnt ihr euch spezialisieren. Aus einem Krieger kann so ein Gladiator werden, aus einem Magier ein Beschwörer und aus einem Jäger ein gemeiner Assassine. Alle haben sie gemeinsam, dass sie in bestimmten Gebieten fliegen können. Schon bei der Charaktergestaltung kann ich aus unzähligen Optionen wählen. Besonders die Gesichter lassen sich sehr individuell gestalten, aber uns von DemoNews kann man natürlich nicht täuschen: Am Ende bleiben es nämlich nur zwei Völker, die sich sehr ähnlich sind, und magere vier Klassen.

Wo laufen sie denn?

AionIn Aion existieren Städte, Festungen und Außenposten, auf denen ihr eure Quests findet. Fast überall warten auf euch Questgeber und in der Regel werden deren Aufträge erst ab einem bestimmten Level frei geschaltet. Dabei werdet ihr bald merken, dass wichtige Quests allein unmöglich zu schaffen sind. Teamwork ist angesagt, denn das bereitet euch auf größere Aufgaben vor. Allerdings sind die Quests wenig einfallsreich: Ein paar nervige Botengänge und Monster plätten – das war es auch schon. Außerdem können geduldige Naturen ihre Sammelleidenschaft befriedigen und Pflanzen, Mineralien oder Fische jagen. Größere Strecken überquert ihr mit einem Teleporter oder mit einer Art „Lufttaxi“, ähnlich wie in WoW.

Auf den ersten Blick mag dies für ein MMOG vollkommen ausreichen, doch in der Praxis ähneln sich die Aufträge sehr. Besonders am Anfang gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Startgebieten Elysea und Asmodae– lediglich die Farbgebung ist etwas anders. Unverständlich: Das Monstergrinden bringt wesentlich mehr Erfahrungspunkte, als das Erfüllen einer Quest. Dadurch merkt man deutlich, dass viele Missionen nachträglich eingebaut wurden und noch nicht ausbalanciert sind. Inzwischen kursieren Gerüchte, dass sich das ab dem nächsten großen Patch 1.6 ändern soll und die Quest-Erfahrungspunkte angehoben werden sollen. Trotzdem: Aion wird auch dann seine asiatische Herkunft nicht verstecken können.


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Aion DemoNews.de 81 100

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