09.12.2009 – Redakteur: Daniel
Huch, da schlurfen sie ja wieder: Zombies! Erneut in Raccoon City und auf einer Gefängnisinsel. Und sie warten nur darauf, mit einer heißen Bleikugel im Kopf kuriert zu werden. So schickt euch denn an, edle Recken, in Amerika mal so richtig aufzuräumen und alles an Gammelfleisch fachmännisch zu entsorgen. Und wo das Ganze? Na, in Resident Evil: Darkside Chronicles.
2002 – irgendwo in Südamerika: Sgt. Krauser und Agent Leon Kennedy sollen einen gefährlichen Terroristen in malerischen Umgebungen ausfindig machen. Den verfolgen sie seit geraumer Zeit und haben seinen Aufenthaltsort endlich auf wenige Quadratkilometer eingegrenzt. Es kommt, wie es für US-Amis in Südamerika kommen muss: Bleihaltige Gefechte, Fluchtversuche und nacktes Verzweifeln im Kampf gegen die Bewohner, die entgegen der landläufigen Meinung gar nicht friedlich sind. Dabei wird einer der beiden mächtig stark verletzt. Um zu verstehen, was passiert, will Krauser von Leon wissen, was hier eigentlich vorgeht und bittet ihn, alles zu erzählen, was er über diese Vorgänge weiß – mutierte Frösche, Piranhas und Zombies sind eben keine Alltäglichkeit. Und Leon beginnt....
„Darkside Chronicles“ ist der direkte Nachfolger von „Umbrella Chronicles“, das aus jugendschutztechnischen Gründen nie offiziell in hiesigen Händlerregalen zu finden war. Als launiger Railshooter begeisterte er unsere EU-Mitbürger im Ausland und war eine vergnügliche, wenngleich manchmal sehr frustige Ballerei, welche thematisch Ausschnitte aus „Resident Evils Zero“, „Resident Evil“ und „Resident Evil 3“ behandelte – sowie einige Bonusszenarien mit neuen Hintergründen. „Darkside Chronicles“ beschäftigt sich – welch Wunder – mit dem zweiten Serienteil sowie „Code Veronica“- beide bislang indiziert und deshalb storytechnische Premieren in Deutschland.
Die Geschichte wird nicht mehr nur in Auszügen präsentiert, sondern als durchgehender Erzählstrang, der sich möglichst nah an den Originalen orientiert und nur aus dramaturgischen Gründen hier und da andere Wege einschlägt als es vor elf, respektive acht Jahren der Fall war.
„Darkside Chronicles“ orientiert sich dabei an der etablierten Railshooter-Konkurrenz – von „Virtua Cop“ über „House of the Dead“, „Time Crisis“ aber auch den hauseigenen Vorgängern für PlayStation 2 wurden alle möglichen Filetstücke zusammengetragen und mit der Storydichte eines „Dead Space: Extraction“ gewürzt. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Genrevertreter, der keine Experimente eingeht, jedoch all seine Hausaufgaben gemacht hat. Ihr seid in den Leveln generell zu zweit unterwegs und könnt allein oder kooperativ alles niederstrecken, was kreucht und fleucht. In kurzen Events müsst ihr euren Partner vor Gegnern schützen oder Überlebenden aus der Klemme helfen – „House of the Dead 3“ lässt grüßen. An bestimmten Knotenpunkten des Spiels könnt ihr alternative Routen einschlagen, um mehr von der Welt zu sehen und den Wiederspielwert zu erhöhen. Doof: Ihr müsst euch schon vor der Mission entscheiden, ob ihr allein oder zu zweit spielen wollt – ein Adhoc-Einstieg während des Spiels selbst ist nicht möglich.
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