Für euer Abendessen müsst ihr schon was tun!

Playstation 3-Review: MAG

01.02.2010 – Redakteur: Martin


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Hach, wie einfach war das Leben eines Shooterfans noch vor einem oder anderthalb Jahrzehnten: Man ging durch schlauchartige Levels, traf auf grobkörnige Feindespixel und brauchte nichts weiter zu tun als Waffen und Munition zu sammeln, Medipacks und Rüstung aufzulesen und natürlich zu ballern - bis sich nichts mehr um einen herum bewegte. Mit den technischen Möglichkeiten wuchsen aber auch die Ansprüche der Spieler – von den Aufgaben, die man in den Spielen vorfindet mal ganz abgesehen. Nun sind wir schon soweit, dass wir Schlachtfelder aufbauen können, auf denen sich 256 Konsoleros gegenseitig die Projektile zum Geschenk machen. Dass es anderweitig nicht funktioniert, zeigten leider auch HD-Neuaufgüsse von Klassikern, die man lieber in positiver Erinnerung halten sollte, (siehe z.B. Serious Sam HD) anstelle einer Wiederbelebung, die dem finsteren Werk eines unheiligen Nekromanten gleich kommt. Da halten wir uns doch lieber an die schönen Aspekte des Fandaseins und schauen uns Innovationen an, die das Genre wirklich weiterbringen könnten.

Größe ist entscheidend

MAGDie Abkürzung MAG steht für „Massive Action Game“, was zunächst einmal nicht der knallige Name ist, der ein glanz- und glorreiches Spiel verspricht. Namen sind aber Schall und Rauch, oder in diesem Fall wohl eher Explosionsknall und Pulverdampf, denn es kommt natürlich auf den Inhalt an. Der lässt einem zuerst eine der drei Fraktionen auswählen, die in dem so genannten „Schattenkrieg“ verwickelt sind. Nach dem Dritten Weltkrieg ist die Erde wieder einmal komplett am Abgrund: Regime brachen zusammen, die Wirtschaft sowieso, daher gibt es auch keine offiziellen Militärs mehr. Diese Aufgabe haben Dienstleistungsunternehmen übernommen, die ihre Privatarmeen in den Dienst der verschiedensten Machthaber stellen. Die drei größten von ihnen kämpfen auch um diese Lukrativen Aufträge, die eine der raren Möglichkeiten darstellen, Geld zu verdienen. Da wäre die Firma S.V.E.R., die in Tschetschenien ihren Sitz hat und hauptsächlich erfahrene Kämpfer aus Indien, China und Russland in ihren Reihen hat. Die Ausrüstung lässt zu wünschen übrig, was aber mit Improvisationstalent und unbarmherziger Härte wieder wettgemacht wird. S.V.E.R. arbeitet mit Angst und Schrecken, um die Ziele zu erreichen. Ganz das Gegenteil davon will die Firma VALOR sein, die sich auf ehrenhafte Veteranen stützt, die meistens aus der USA oder England kommen. Hier befinden sich die Soldaten, die sowohl viel Erfahrung auf dem Schlachtfeld gesammelt haben, als auch einen Codex der Ehre beachten, der sie einen sauberen und moralisch einwandfreien Kampf führen lässt. Nicht ganz so viel Erfahrung haben die Kämpfer von Raven Industries aus Wien. Dafür ist die Ausrüstung dieser Deutsch-Österreichisch-Französischen Privatarmee technisch am fortgeschrittensten, wurde allerdings bislang nur auf virtuellen Kriegsschauplätzen getestet.

Individualisierung

MAGHat man sich für eine Seite entschieden, kann das Äußere der Spielfigur ausgewählt werden. Da die Uniform gleich ist, beschränkt sich die Selektionsmöglichkeit auf die Wahl eines Kopfes und der dazu gehörigen Stimme. Danach wird schnell der Übungsparcours gemeistert und der Neuling hinaus aufs Feld geschickt. Schließlich soll er mit seiner Wumme Erträge für den Konzern einbringen – und jeder Sieg ist eine Erhöhung des Marktwertes. Waffensets lassen sich ebenfalls zusammenstellen, die anfangs noch etwas karg aussehen. Das ändert sich aber, wenn man erst einmal ein paar Stufen aufgestiegen ist. Für jede neu erklommene Stufe ergattert man einen Fertigkeitspunkt, welchen man entsprechend seiner Vorlieben vergeben kann. Altruistische Teamplayer investieren ihre Punkte in Medizinkits, um kampfunfähige Soldaten wieder zu beleben, Verletze mit einem Spray zu heilen und sich so ihre Erfahrungspunkte weiter zu verdienen. Mechaniker verarzten Fahrzeuge, die dann wieder gegen den Feind fahren können und mit schweren Geschossen den Stellungen der Verteidiger zusetzen. Auch die Waffen können verbessert werden. Upgrades verdienen sich die Spieler ebenfalls durch die Erfahrung im Kampf.


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