Ich bin ein Optimist, der trotzdem seinen Regenmantel mitnimmt.

Xbox 360-Review: Mass Effect 2

09.02.2010 – Redakteur: Matthias


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Wow, es ist doch tatsächlich schon über zwei Jahre her, dass ich gemeinsam mit Aurélie ein äußerst spannendes und aufregendes Abenteuer erleben durfte. Zusammen gingen wir durch dick und dünn, denn uns war kein Job zu schwierig und keine Aufgabe zu groß. Irgendwann verloren wir uns trotzdem aus den Augen, doch nun ist sie wieder da. Und ich muss sagen, sie sieht noch immer genauso gut aus wie damals.

Wenn ich Euch die Dame also näher vorstellen darf: Ihr vollständiger Name ist Aurélie Shepard und sie ist nicht nur ein Commander der Allianz und der Captain des Raumschiffs SSV Normandy, sondern vor auch die Retterin der gesamten Galaxie. Außerdem ist sie die von mir selbst zusammengebastelte Spielfigur aus Biowares Action-RPG Mass Effect, die ich im zweiten Teil reaktiviert habe, um mich mit ihr neuen Bedrohungen zu stellen. Also Aurélie, was meinst Du: Werden wir beiden erneut ein großartiges Abenteuer erleben?

Die Sünden der Vergangenheit

Mass Effect 2Wer sich nun fragt, wie dies gehen soll, dem ist bisher entgangen, dass man in Mass Effect 2 auf die Speicherstände des ersten Teils zurückgreifen kann, um seinen liebgewonnenen Haudegen in das neue Abenteuer zu importieren. Auch die damals getroffenen Entscheidungen haben Auswirkungen auf das neue Szenario: Ihr werdet oftmals auf Eure Aktionen aus der Vergangenheit angesprochen und müsst Euch unter Umständen für die damaligen Taten sogar rechtfertigen. Einen gravierenden Einfluss auf den Verlauf der Haupthandlung nimmt dies aber letztendlich nicht, weswegen auch Neueinsteiger ins Mass Effect-Universum nicht wirklich etwas verpassen. Ich selbst habe natürlich Aurélie wieder aus den Tiefen der Xbox 360-Festplatte heraus gekramt, weswegen ich in diesem Text der Einfachheit halber auch immer von einer weiblichen Hauptperson schreibe.

Egal, ob Ihr nun einen alten Charakter reaktiviert oder einen neuen anlegt, zu Beginn des Abenteuers müsst Ihr Euren furchtlosen Helden erst einmal einer von sechs Klassen zuordnen: Zur Auswahl stehen Soldat, Techniker, Infiltrator, Frontkämpfer, Wächter und Experte, die sich jeweils in ihren Fähigkeiten und der Art der Bewaffnung unterscheiden. Der Techniker kann beispielsweise Kampfdrohnen zum Einsatz bringen und der Frontkämpfer überrascht seine Gegner durch blitzartige Angriffe. Da man die meiste Alien-Brut sowieso mit Schusswaffengewalt ins Jenseits (oder was deren Religion so hergibt) befördert und sich die Fähigkeiten der einzelnen Klassen überschneiden, ist die Wahl letztendlich nicht ganz so relevant, wie dies zunächst den Anschein macht.

Am Anfang ist das Ende

Mass Effect 2Der zweite Teil beginnt gleich mit einem großen Knall: Die SSV Normandy ist im All unterwegs, um die letzten Schlupflöcher des Geth-Widerstands auszuheben, als plötzlich ein unbekanntes Schiff zum Angriff übergeht und die Normandy komplett in ihre Einzelteile ballert. Ein Großteil der Crew kann sich in Rettungskapseln flüchten, Shepard selbst wird hingegen freischwebend ins All gezogen, wo sie nach kurzer Zeit verstirbt!! Ende des Games? Nein, denn die von Menschen geleitete Geheimorganisation Cerberus birgt den Leichnam von Shepard und erweckt sie mithilfe von Implantaten wieder zum Leben. Seltsam, denn im ersten Teil rückte Shepard dem zwielichtigen Verein noch auf die Pelle und löschte sogar eine gesamte Basis von Cerberus aus. Den Grund für die nicht wirklich selbstlose Rettungstat erfahren wir aber schon nach kurzer Zeit: Der Unbekannte, so der geheimnisvolle Name des Anführers von Cerberus, möchte herausfinden, warum überall in der Galaxie menschliche Kolonien verschwinden, wozu er die Hilfe einer Heldin vom Schlage Shepards benötigt. Er bietet ihr großzügige finanzielle Unterstützung und die Mithilfe bei der Suche nach einem schlagkräftigen Team an, was unsere wiederbelebte Weltenretterin letztendlich nicht ausschlagen kann, da sie dem Unbekannten schließlich ihr Leben verdankt und sie sich ebenfalls um das Schicksal der Kolonien sorgt. Ob Shepard Cerberus vollständig vertrauen kann, ist eine ganz andere Frage.


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