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NintendoDS-Review: Pokémon: Silberne Edition SoulSilver

10.04.2010 – Redakteur: Sven


Seite: 1 | Fazit



Ja, ich gestehe: Bisher habe ich mich nicht freiwillig an Pokémon-Spiele herangewagt. Aber hey, mit meinen 31 Jahren ist es doch noch nicht zu spät, in die kuriose Welt hinein zu schnuppern, oder? Für mich jedenfalls war mit „Pokemon: Silberne Edition SoulSilver“ die Zeit für einen ersten Kontakt gekommen. Und ich kann euch sagen: Auch Erwachsene können ihren Spaß mit der nie enden wollenden Kuriosität haben. Wirklich!

Knuffig und mit Retro-Charme

Pokémon: Silberne Edition SoulSilverIch möchte an dieser Stelle vorab betonen, dass mir die Gameboy Color-Vorlage von „SoulSilver“ nicht bekannt ist, das NDS-Spiel also für mich etwas völlig Neues darstellt. Daher finde ich die Story sicher auch etwas netter als Kenner der Serie. Ihr trefft zu Beginn auf Professor Lind, der euch über den Bund zwischen Menschen und den seltsamen Pokémon-Kreaturen aufklärt. Er schenkt euch ein solches Kampfdings und schickt euch zu Mr. Pokémon, der angeblich ein ganz seltenes Exemplar gefunden haben will. Fortan streift ihr im Stil klassischer 16bit-Rollenspiele durch die Welt von Neuborkia, sprecht mit den Bewohnern, setzt euch mit wilden Pokémon auseinander und verfolgt das große Ziel, irgendwann einmal der ultimative Pokémon-Trainer zu werden.

Der fiese Clou ist allerdings, dass ihr alle Pokémon der Johto-Region sammeln solltet, was nur dann geht, wenn ihr auch die „Goldene Edition HeartGold“ besitzt. Richtige Fanatiker dürfen also gleich beide Spiele kaufen. Alternativ ist ein Tauschen via WIFI oder Internet mit anderen Leuten möglich, sogar das Übertragen von Pokémon aus alten GBA-Titeln (Rubin, Feuerrot usw.) ist vorgesehen, wenn ihr sowohl die entsprechende Module als auch einen NDS bzw. DSLite besitzt. Folglich geht hier fraglos ein Traum für Anhänger der Knuddelmonster in Erfüllung, mich persönlich hebt dieser Sammelwahn überhaupt nicht an. Das ist zugleich sicher ein Problem, schließlich ist dies der große Reiz der gesamten Serie.

Kämpfen und mehr

Pokémon: Silberne Edition SoulSilverJedoch ist das nicht ganz so tragisch, denn der „Rest“ unterhält auch so auf hohem Niveau. Habt ihr erst einmal euren Pokéball erhalten, könnt ihr nach den rundenbasierten Kämpfen eure bezwungenen Pokémon einfangen und sie in euer Team aufnehmen. Es ist außergewöhnlich motivierend, auf die Suche nach neuen Pokémon zu gehen, die Tierchen kontinuierlich zu verbessern und somit immer effektivere „Bestien“ bei euch zu tragen. Fesselnd ist hierbei, dass jedes Monster über individuelle Fähigkeiten (Gemüt, Wachstum, Element-Kräfte) verfügt, sodass genügend Spielraum für Optimierungen vorhanden ist. Das kann ungemein spannend sein, wenn ihr euch darauf einlasst. Wer keinen Bock auf Tüfteleien hat, spielt „SoulSilver“ einfach wie einen typischen Action-Adventure/RPG-Mix und hat damit ebenfalls Spaß. Die Besonderheit des Spiels ist aber die Komplexität der Rollenspiel-Elemente, die sich hinter einer süßen Fassade verbirgt. Ja, mich hat diese Tatsache wahrlich überrascht.

Technisch ist „SoulSilver“ nicht einmal herausragend, die Kampfarenen sehen teils sogar ziemlich billig aus. Viel attraktiver und vielfältiger sind die Landschaften, in denen ihr euch so herumtreibt. Hinzu gesellt sich eine passende und atmosphärische Akustik, alles wirkt rundum stimmig und angenehm. Was will man mehr?

Pokewalker zum Mitnehmen

Pokémon: Silberne Edition SoulSilverWie wäre es denn mit einem Pokewalker? Dem Spiel liegt ein klassisches LCD-Spiel bei, das gewiss nicht zufällig an ein Tamagotchis aus den 1990er Jahren erinnert. Euren Lieblingspokemon könnt ihr aus dem NDS-Titel auf das Gerät transferieren und ihn jederzeit mit euch herumtragen. Allein das Transportieren des virtuellen Lebewesens macht es stärker und zahmer. Habt ihr einen Freund mit Pokéwalker parat, dann bekommt ihr sogar Items als Geschenk, wenn die zwei Pokémon aufeinander treffen. Das ist zwar einerseits keine völlig neue Idee, aber schon ziemlich freakig und irgendwie auch lustig. Nett ist der Bonus allemal.


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