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Aufklärung in der Schule „Killerspiele“ im Unterricht

DemoNews
Gesetze bzw. politische Entscheidungen können die Verwendung von so genannten „Killerspielen“ eindämmen bzw. strikt regeln. Dies führt aber speziell bei potentiellen Käufern und Spielern allgemein zu Unverständnis, u.a. weil sie sich in ihren Freiheiten eingeschränkt fühlen. Eine Alternative nennt sich schlicht Aufklärung. Was sind „Killerspiele“? Worauf sollten Eltern achten und wann ist ein Verbot von gewaltverherrlichenden Games sinnvoll? Statt unsachlich über dieses durchaus schwierige Thema zu debattieren, versuchte die Freiherr-vom-Stein-Schule in Frankfurt/Main eine andere Herangehensweise. Kürzlich veranstaltete das Gymnasium einen Abend, bei dem sich Eltern, Lehrer und Schüler über „Killerspiele“ informieren konnten. Unter dem Motto: „Jugendkultur und Videospiele – wir wollen wissen über was wir reden“ versuchte man das Thema anschaulich näher zu bringen und dabei objektiv zu bleiben. Umgesetzt wurde dieser kleine Event von Schülern und einem Informatiklehrer, gemeinsam mit Eltern und Pädagogen wurde sogar eine „LAN-Party“ mit Counter-Strike durchgeführt. Weiterhin standen Fachleute wie z.B. ein Medienpädagoge und Gutachter der USK und ein Pressesprecher des hessischen Innenministeriums Rede und Antwort. Nach Abschluss des Abends kamen die Organisatoren und Gäste zu dem Fazit, dass es wichtig sei, gemeinschaftliche Konzepte zu erarbeiten, wie man in Zukunft mit gewaltverharmlosenden bzw. -verherrlichenden Spielen umgehen muss. Lehrer, Spezialisten und Eltern sollten hier zu Wort kommen, genauso auf jeden Fall Jugendliche, die durchaus in der Lage sind, sich sachlich und differenziert mit der Problematik auseinander zu setzen. Wir meinen: Dies ist ein sehr guter Ansatz, an dem sich weitere Schulen in ganz Deutschland ein Beispiel nehmen sollten. Auf gesetzliche Regelungen zu warten, ist keine Lösung. Ein objektiver Umgang mit „Killerspielen“ kann Vorurteile abbauen und polemische Äußerungen einiger Politiker verhindern.

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