Rennspielfans können sich vor tollen Motorsportspielen auf der Xbox360 kaum retten, wobei mit Forza 2 und Colin Dirt eher die Realismusfanatiker angesprochen wurden. Doch mit Flatout – Ultimate Carnage erscheint nun ein mehr als spaßiger Arcaderaser mit der Lizenz zum absoluten Verschrotten der Wagen.
Flickflackeinerlei

Hardcorezocker werden die Flatout-Serie kennen. In inzwischen zwei Teilen bot diese auf PC, Xbox und der PS2 knallharte Rennsportaction mit dem Markenzeichen einer sinnvoll eingebauten Physik-Engine. Erst im letzten Sommer erschien Flatout 2 und brauchte sich hinter einem Burnout keineswegs zu verstecken. Doch die ganz große Popularität war der Reihe bisher nicht vergönnt. Vielleicht ändert sich dies mit der neuen Version Flatout – Ultimate Carnage. Trotz neuem Titel verbirgt sich dahinter allerdings kein komplett neues Spiel, sondern vielmehr eine aufgebohrte Xbox360-Umsetzung von Flatout 2. Wer bereits Flatout 2 gezockt hat wird daher viele Elemente in Ultimate Carnage erkennen: Sämtliche Strecken und Wagen wurden quasi für die 360-Umsetzung recycelt. Das ist etwas schade, da trotz der nackten Zahlen von 48 Autos und 39 Rennpisten der Umfang nicht so gewaltig ist, zumindest ein paar neue Kurse hätten es ruhig sein dürfen. Aber dafür sind die vorhandenen immerhin von einer durchgehend guten Qualität. Ihr rast durch Wälder, Baustellen oder die Straßen einer amerikanischen Stadt. Nahezu alle Kurse bieten Ausweichstrecken und Abkürzungen, so dass man nicht jede Runde auf derselben Ideallinie fahren muss.
Meister der Zerstörung

Das ist aber oft sowieso nicht möglich, denn durch die klasse Physik-Engine fallen Baumstämme, Leitplanken oder sonstige Objekte bei Berührung realistisch auf die Straße und bleiben dort das gesamte Rennen liegen. Der Zerstörungsdrang bei Flatout kennt im Prinzip keine Grenzen, fast alles rechts und links der Strecke kann zerstört werden, natürlich auch das eigene Auto oder besser die gegnerischen Karossen. Unfälle und Feindkontakte werden sogar dahingehend belohnt, als dass man nur so den dringend benötigten Nitro erhält. Ohne den Einsatz des Nitros hat man gegen die clevere Gegner-KI kaum eine Chance. Wie schon bei den Vorgängern haben die Entwickler beim Schwierigkeitsgrad wieder etwas übertrieben. Um wirklich eine Herausforderung als Sieger zu beenden, darf man fast keinen einzigen Fehler machen, was aufgrund der vielen Objekte auf der Strecke und dem nicht optimalen Verhalten der Wagen bei Sprüngen recht schwer ist. Zudem besitzt Flatout den berüchtigten Gummiband-Effekt, sprich die Konkurrenten passen ihre Geschwindigkeit immer an die des Spielers an, ein Davonfahren ist so nicht möglich. Oft reicht ein kleiner Fehler in der letzten Kurve aus, um als Letztplatzierter durchs Ziel zu kommen. Das ist schon etwas frustrierend.
Rennspiel uncut

Das Fahrverhalten der Wagen ist betont arcadelastig, dennoch lassen sich die Boliden besser steuern als etwa in einem Need for Speed oder Burnout, da sie direkter auf Eingaben reagieren. Durch die vielen Unfälle wird natürlich auch der eigene Wagen in Mitleidenschaft gezogen, was sich aber nur optisch sehr hübsch bemerkbar macht. Am Ende eines Rennens kann ein Fahrzeug schon mal nur noch aus der blanken Karosserie und den Rädern bestehen. Der Blick auf den Fahrer ist dann frei. Dieser selbst spielt in den klassischen Rennen eine weniger große Rolle, fliegt aber bei einem heftigen Unfall geradewegs aus der Frontscheibe. Diese Physikspielerei haben die Entwickler zum Anlass genommen, zahlreiche Minispiele einzubauen. In denen muss man beispielsweise den Fahrer im richtigen Winkel aus dem Auto schleudern, damit er möglichst viele Kegel abräumt oder an einem Torwart vorbei in ein Tor fliegt. Diese Aufgaben sind allesamt extrem witzig aufbereitet und äußerst anspruchsvoll, es bedarf schon einiger Übung, um die Goldmedaille zu erreichen. Richtig viel Laune bereiten die Minispiele im Mehrspielermodus, sei es an einer Konsole im Partymodus oder online. Für Solospieler hält sich die Motivation gegen den Highscore dagegen in Grenzen. Die Minispiele samt der realistischen Physik-Engine sind dann auch der Grund dafür, warum das Spiel in Deutschland nur zensiert auf den Markt kommt. Wie schon bei den Vorgängern werden für die deutsche Version die Fahrer durch Crashtest-Dummies ersetzt. Vermutlich lässt sich der verspätete Release der deutschen Fassung auch an dieser Schnittmaßnahme festmachen. Denn während die UK-Version bereits im Handel ist, kommt die deutsche Fassung erst im August auf den Markt. In einigen deutschen Onlineshops wird aber auch für volljährige Zocker das UK-Spiel angeboten, das sogar mit einem deutschen Handbuch und deutschen Bildschirmtexten daherkommt. Es besteht also kein Grund, auf die geschnitten Version mit Crashtest-Dummies zu warten.
Lass es krachen!

Der aus Teil 2 bekannte Karrieremodus ist auch in der 360-Umsetzung enthalten. Hier beginnt man mit einem kleinen Fahrzeug und verdient sich in diversen Events seine ersten Sporen. Mit gewonnenen Preisgeldern lassen sich entweder neue Wagen erstehen oder die vorhandenen in gewissem Umfang tunen. Der Flatout-Modus spielt sich nett, bietet allerdings nichts, was man nicht woanders schon mal gesehen hat. Aufgrund des bereits erwähnten knackigen Schwierigkeitsgrades muss man viele Rennen mehrmals fahren, wodurch einen die etwas zu kurz geratenen Kurse schnell langweilen. Neu auf der 360 ist der namensgebende Ultimate Carnage-Modus. In diesem fährt man mit einem vorgegeben Auto bestimmte Veranstaltungen und muss mindestens die Bronzemedaille erreichen. Dabei gehören zu den Events nicht nur Rennen, sondern auch die oben erwähnten Minispiele oder ein zünftiges Destruction Derby. Ganz wie im gleichnamigen Playstation-Klassiker fährt man in abgesteckten Bereichen hier die gegnerischen Autos zu Schrott, was dank der Physik-Engine nicht nur klasse aussieht, sondern auch viel Spaß macht.
Beide Spielmodi täuschen allerdings nicht darüber hinweg, dass Flatout für Solisten kein Spiel mit Dauermotivation ist. Ganz anders dürfte das für den Mehrspielermodus aussehen. Denn durch die Xbox Live-Unterstützung lassen sich in wenigen Sekunden Spiele gegen menschliche Konkurrenten erstellen. Ohne Gummiband-Effekt und gegen hart fahrende und echte Konkurrenten machen die Rennen und vor allem die Destruction Derbys gleich doppelt so viel Laune. Selten hat mir ein Rennspiel im Mehrspielermodus von der ersten Sekunde dermaßen viel Freude bereitet. Sowohl die Verbindungen als auch die Ladezeiten liefen erstaunlich flott, nur hätte man sich gewünscht, dass nach einem Rennen die Möglichkeit bes
tehen würde, mit denselben Fahrern noch einen Event zu absolvieren. So landet man leider immer wieder in der Lobby und darf erneut auf Suche gehen.
Highend-Schrott

Bis auf die Xbox-Live-Onlineunterstützung und den Carnage-Spielmodus entspricht die 360-Version somit 1:1 der PC-Version von Flatout 2. Aber es gibt noch eine weitere Ausnahme: die Grafik. Diese wurde auf den aktuellen Standard gebracht und präsentiert sich nun in astreiner HD-Auflösung. Vor allem die Strecken im Grünen oder auf matschigen Straßen sehen absolut klasse aus und brauchen sich auch vor einem Motorstorm nicht zu verstecken. Ein Highlight stellen die Lichteffekte dar, von den Partikeleffekten nach einem Crash ganz zu schweigen. Trotz der Grafikpracht läuft Flatout stets flüssig, kleinere Abstriche muss man aber bei den Wagen an sich machen – hier haben Forza 2 und Colin die Nase vorn. Auch die Stadtstrecken wirken etwas leblos. Eine Klasse für sich ist der Sound, der mit zahlreichen hörenswerten Songs aufwartet, die die Rennaction gekonnt untermalen. Flatout – Ultimate Carnage ist somit das erste Rennspiel auf der 360, für das man nicht seine Custom Soundtracks aktivieren muss.
Fazit

Die ersten drei Stunden mit Flatout – Ultimate Carnage habe ich nur im Solomodus verbracht und war schon ein wenig enttäuscht. Fast alles kennt man bereits aus Flatout 2, auch wenn die Grafik einiges her macht und die Rennaction natürlich immer noch überzeugend ist. Doch auch durch den hohen Schwierigkeitsgrad und die langweiligen Karrieremodi schlug der Zeiger eher in Richtung „Spiel für zwischendurch“ aus. Das änderte sich nach ein paar Onlinerennen gewaltig. Selten hatte ich bei einem Rennspiel im Mehrspielermodus so viel Spaß. Erst hier zünden die witzigen Minispiele so richtig und die Destruction Derbys sorgen wohl für den größten Onlineschrottplatz überhaupt. Fans arcadelastiger Rennspiele kann ich die Xbox360-Version von Flatout daher vornehmlich dann empfehlen, wenn man viel Zeit mit dem Onlinemodus verbringen möchte. Solo ist der Titel nicht der Überflieger, hier macht ein Burnout bedeutend mehr Spaß.
Dieser Test basiert auf der UK-Version. Die deutsche Fassung erscheint im August 2007.

Dass Game ist der Knüller… Zum Glück kommt es auch auf dem PC raus(angeblich):D ps: erster!
muss ich mir holen natürlich für den pc^^ :cool:cool:cool
Ich fand schon die ersten beiden Teile Großartig und Teil 3 hol ich mir auch (PC)!
wie immer schöner test…habs mir schon gedacht das es im solo fast keine veränderungen gibt…und online mach ich net…nenene…dann lass ichs
Da ich kein xbox live hab und so wie so knapp bei kasse bin,wart ich auf bioshock:cool
Habe den zweiten Teil verschlungen. Das Game ist auf LANs einfach wahsinn! Destruction Derby mit acht Leuten die sich gegenüber sitzen ist wirklich eine der lustigsten Sachen, die man auf einer LAN machen kann…da stinken CS und co kräftig ab. Bin mir allerdings unsicher, ob ich mir UC antun werde, immerhin ist es ja im Grunde das gleiche Spiel wie Flatout 2. Vllt wenns in die Budget-Sektion wechselt 😉
das spiel wird 100 pro wieder geil. Ich kauf mir aber erst ma assassins creed für xbox360:D
Ich liebe Flat Out 2 für den PC (spiele täglich online)… sobald ich wieder eine X360 hab werd ich mir auch den Ableger kaufen, mehr gibts in diesen Fall nicht zu sagen -.-
Eines dieser typsichen Flatout spiele crashen,zerstören und rammen jeder rennspiel veteran sollte es sich holen:):):)
Finde Flatout 2 genial. Burnout dagegen ist komisch. Die Autos fahren da wie auf Schienen. Die müssen ja einen Abtrieb von hunderten von Kilos haben ;p Nene, Burnout ist nichts für mich, Flatout dagegen rockt alle Arcaderacer =))
also die grafik hat ja mal mindistens 90 verdient
ich finde das game geil teil 2 habe ich auf dem pc gegamet und fand der wahnsin:D
Also da muss ich mich auch mal einschalten, Burnout besser als Ultimate Carnage ?!?!? Ok über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber da biste du wirklich der Erste der das meint. Wir haben das gesamte Wochenende Flatout gezockt und was besseres in dem Gene gibt es nicht. Weder Soló noch Multi. Klar ist es Flatout2 sehr ähnlich, weil es ja eine Umsetzung dessen ist mit paar mehr Modi und aufgebohrter Grafik, aber ich finde das super weil die Jungs sich wirklich Mühe gegeben haben das auf die 360 anzupassen nicht wie anderen Hersteller die 1:1 Umsetungen machen. Hier sieht man was machbar ist. Das Wasser is ja wohl mal einmalig. 🙂
FlatOut 2 war schon unerreicht (und tschüss, NfS) und ist im LAN wirklich der absolute Spielspaß-Hammer… Und trotzdem wird für mich diese leicht erweiterte Neuauflage von Teil 2 auf dem PC nicht interessant werden – da warte ich schon lieber auf einen möglichen echten dritten Teil! Bis dahin tuts nämlich der alte noch genauso… 😀
ich hab jedes Flat Out fur den pc auser 3 den muss ich mir noch kaufen wen das raus kommt 🙂 bestimmt wird der 3 teil cool sein hoffe ich
Für den PC eines der besten Rennspiele. Und 89% beweisen, dass man es als X360 Besitzer auch haben muss ;).
ich warte lieber auf nfs pro street:j_smoke::j_smoke:
wann soll eigentlich der dritte teil raus kommen? Hab mir vor kurzem 2 geholt und der is einfach nur8o8o8o8o8o
Also ich hab Flatout 2 letztes Jahr zum Nikolaus (lol!) bekommen.. ja es stimmt schon das der Karriere modi mit der Zeit etwas langweilig wird aber im Multiplayer machts richtig Spaß!! Und zu Ultimatee Carnage: Mal sehen ob ichs mir hole.. vielleicht hats ja dann einer meiner Freunde und ich borgs mir aus, die zocken sowieso net online xD nene super Game, auch wenns im Prinzip wie Flatout 2 is! 😀
ich find die grafik der screenshots is nich so gut trotzdem werd ich mir das game kaufen
hm… Flat0ut für die XBox 360? Klingt GEIL! die PC version is einfach nur Hammer! XBox 360version wird sicher noch geiler!!!:D:cool
das game muss ich haben! das macht aufm PC ja schon hammer bock